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Diskussion, Dokfilm, Eine Welt Laden, Kinderarbeit, Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg, Petite Galerie Beatrice, Schokoladenindustrie
Jedes Jahr geht der INKOTA-netzwerk e. V. mit dem bewegenden Dokfilm „The Chocolate War“ auf Tour. In diesem Jahr ist es gelungen, den Film über ausbeuterische Kinderarbeit in der Schokoladenindustrie nach Neubrandenburg zu holen. Er wird während der Interkulturellen Wochen am 23. September um 18 Uhr in der Petite Galerie Beatrice (Rosenstraße 10) zu sehen sein.
Anschließend wird zum Gespräch eingeladen. Zu Gast ist die INKOTA-Referentin Mirjam Hägele. Warum gibt es auf Kakaoplantagen in Westafrika bis heute ausbeuterische Kinderarbeit? Was ist aus den Versprechen der Schokoladenindustrie geworden, die sie vor über 20 Jahren abgegeben hat? Welche Verantwortung tragen deutsche Unternehmen entlang ihrer Lieferketten? Und kann das Lieferkettengesetz dazu beitragen, dass in unserer Schokolade endlich keine Kinderarbeit mehr steckt? Die Veranstaltungn bietet Raum für Information, Austausch und gemeinsames Nachdenken darüber, wie faire Lieferketten Realität werden können.
Zum Film: Vor mehr als 20 Jahren versprachen die weltweit größten Schokoladenkonzerne, ausbeuterische Kinderarbeit auf Kakaoplantagen in Westafrika zu beenden. Doch die Realität sieht anders aus: Noch immer arbeiten rund 1,5 Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen – allein in Côte d’Ivoire und Ghana, den wichtigsten Kakaoanbauländern der Welt.
Der Dokumentarfilm „The Chocolate War“ begleitet den US-amerikanischen Menschenrechtsanwalt Terry Collingsworth über fünf Jahre hinweg bei seinem unermüdlichen Einsatz gegen die Ausbeutung von Kindern und ehemaligen Kindersklaven auf ivorischen Plantagen. Im Namen von acht Betroffenen sammelt er Beweise, reist immer wieder nach Westafrika und treibt eine Klage gegen die Konzerne Nestlé und Cargill voran.
Was lange unmöglich schien, wird Realität: Der Fall landet schließlich vor dem Obersten Gerichtshof der USA. Doch der juristische Weg ist steinig. Mächtige Lebensmittelkonzerne und ihre hochgerüsteten Anwaltsteams setzen alles daran, Verantwortung abzuwehren. Der Ausgang des Verfahrens bleibt offen – und zeigt, wie politisch und zäh der Kampf um Gerechtigkeit in globalen Lieferketten ist.
Regie führte der dänische Filmemacher Miki Mistrati, der sich seit vielen Jahren kritisch mit der Schokoladenindustrie auseinandersetzt. Bereits 2010 machte er mit „Schmutzige Schokolade“ die weitverbreitete Kinderarbeit auf westafrikanischen Kakaoplantagen international bekannt.
