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Foto: Real Fiction Filmverleih

Am 6. März um 19.30 Uhr wird im Fabrik.Kino in Neustrelitz zum Internationalen Frauentag der Film „Als Susan Sontag im Publikum saß“ von Regisseur RP Kahl aus dem Jahr 2021 präsentiert. Er wird zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Neustrelitz Anne-Kathrin Utesch über den Film sprechen. Die Neustrelitzer Stadtfrauen sind auch eigeladen, und so werden die Fragen „Wo steht der Feminismus heute? Welchen Weg hat er in den letzten 50 Jahren und insbesondere nach der Wende genommen?“ qualifiziert diskutiert werden können. 

Der Film bietet dazu eine gute Grundlage, weil er die legendäre Diskussion über Feminismus, die 1971 in New York stattfand, als Ausgangspunkt für eine vielschichtige Reflexion über ein Thema nimmt, das nichts von seiner Relevanz verloren hat. Im Publikum dieser denkwürdigen Veranstaltung saßen einige der prominentesten Vertreter der intellektuellen Elite New Yorks, u. a. eben auch Susan Sontag. 50 Jahre später realisiert der deutsche Filmemacher RP Kahl auf einer Theaterbühne eine Nachstellung des Abends. Dabei verschieben sich die Grenzen von Spiel und Ernst – die Diskussionen gehen auch jenseits der Bühne weiter. Durch diese realen Auseinandersetzungen geraten die Proben für diese Nachstellung zu einer Reflexion über Geschlechterverhältnisse im Zeitalter von „Me Too“.

Ein Filmkritiker auf dem Filmfest in Oldenburg schrieb: „Selten war Kino so politisch und unterhaltsam zugleich – ein Spiel-Dokumentarfilm, der auch Christoph Schlingensief gefallen hätte.“ „Wir freuen uns auf einen spannenden Film- und Gesprächsabend in der Alten Kachelofenfabrik“, so Horst Conradt, Kinoleiter am Sandberg.