Schlagwörter

, , ,

Am gestrigen Mittwoch erhielt die Neustrelitzer Polizei Kenntnis von einem Betrug durch einen vermeintlichen Polizisten. Wie sich herausstellte, wurde eine 88-Jährige am Dienstag, 6. Januar, gegen 22 Uhr telefonisch von einem Unbekannten kontaktiert. Dieser gab sich am Telefon als Polizist aus und erklärte der Rentnerin, dass ein Teil ihres Wohnorts bereits abgesperrt sei, weil sich in der näheren Umgebung Straftäter aufhalten würden.

Anschließend fragte der Betrüger nach Bargeldbeständen im Haus, forderte die 88-Jährige auf, dieses zusammen mit EC-Karte und zugehörigem Pin in eine Tüte zu legen. Ein Kollege würde zu ihr kommen und die Tüte abholen, um Geld und Karte sicher zu verwahren. Bald darauf erschien eine männliche Person in Zivil, gab sich als Polizist aus, zeigte einen vermeintlichen Dienstausweis vor und übernahm die Tüte.

In weiterer Folge kam es zu weiteren Kontaktaufnahmen durch einen der Tatverdächtigen, in welchen erneut nach Geld und Wertgegenständen gefragt wurde. Die 88-Jährige verlor neben der Geldkarte 500 Euro an die Betrüger. Gegen die Unbekannten wird nun wegen Betrug und Amtsanmaßung ermittelt.

Der Abholer konnte durch die Geschädigte wie folgt beschrieben werden: circa Mitte 20, circa 1,80 m groß, trug eine blaue Mütze, einen braunen Pullover sowie eine graue Jacke.

Falls Sie ebenfalls Opfer einer solchen Straftat geworden sind oder im Bereich Neustrelitz Kontakt mit der zuvor beschriebenen Person hatten, werden Sie gebeten, sich an die Polizei zu wenden.

Anmerkungen der Polizei:

   – Die Polizei fragt am Telefon niemals nach Geld oder Wertgegenständen in der Wohnung.

   – Machen Sie am Telefon keine Angaben zu Ihren Vermögensverhältnissen. Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und legen Sie im Zweifelsfall einfach auf.

   – Wenden Sie sich beim kleinsten Zweifel an die Polizeidienststelle, von der der angebliche Polizist kommt – das gilt auch für andere Behörden und angebliche Mitarbeiter.

   – Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung.

   – Lassen Sie sich von angeblichen Polizisten oder Amtspersonen immer den Dienstausweis zeigen. Bestehen Sie auf eine ausreichende Dauer des Zeigens, sodass sie ihn tatsächlich ansehen können. Einige Betrüger zeigen ihren vermeintlichen Dienstausweis so schnell, dass Sie ihnen die Fälschung gar nicht auffallen kann.

   – Lassen Sie sich im Zweifelsfall Namen, Dienstgrad und Dienststelle des angeblichen Polizeibeamten geben und rufen Sie mit diesen Daten bei der Polizei an und erkundigen Sie sich nach der Echtheit der Angaben.

Weitere Informationen finden Sie unter www.polizei-beratung.de