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Brennende Fahrzeuge, Mülltonnen und Briefkästen, unerlaubte Pyrotechnik und sichergestellte Waffen – die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg, hatten in der vergangenen Silvesternacht alle Hände voll zu tun.
Einen besonders schweren Fall des mutmaßlichen Besitzes unerlaubter Pyrotechnik gab es in Waren an der Müritz am gestrigen Abend. Kurz vor Mitternacht gelang es den eingesetzten Beamten, mehr als ein Kilogramm davon sicherzustellen, die sich ein 17-jähriger deutscher Tatverdächtiger online bestellt haben soll. Ermittelt wird gegen ihn nun wegen verbotener Einfuhr/ illegalem Besitz von Pyrotechnik nach § 40 Sprengstoffgesetz. Vorausgegangen war diesem Ermittlungserfolg übrigens ein anonymer Hinweis, der über die Onlinewache der Polizei einging.
In Neubrandenburg haben unbekannte Tatverdächtige am Bethaniencenter einen Einkaufswagenunterstand in Brand gesetzt. Dieser brannte in voller Ausdehnung. Es wurden dabei 35 Einkaufswagen und eine in der Nähe befindliche Werbetafel beschädigt. Der Schaden beläuft sich auf schätzungsweise 15.000 Euro.
Fahrlässige Brandstiftung an Pkw
In Neustrelitz kam es zu einer fahrlässigen Brandstiftung an einem Pkw – vermutlich durch eine ausgebrannte Feuerwerksbatterie. Der Schaden liegt bei etwa 20.000 Euro. Ebenfalls ein Fahrzeug brannte in Malchow. Das Feuer wurde der Polizei gegen 00:30 Uhr gemeldet. Eine mögliche Ursache ist auch in diesem Fall Pyrotechnik. Ein Brandursachenermittler kommt zum Einsatz. Der Schaden beträgt ca. 3.000 Euro.
In mehreren Fällen wurden in der vergangenen Einsatznacht zudem unerlaubte Gegenstände, wie Waffen, sichergestellt. So konnten in den Revierbereichen Demmin, Malchin, Neubrandenburg und Pasewalk im Zuge von Einsätzen Schreckschusswaffen sichergestellt werden. Im Bereich der Stadt Neubrandenburg zählten zu den Sicherstellungen weiterhin diverse unerlaubte Feuerwerkskörper.
Polizeipräsident Arne Wurzler dankt an dieser Stelle allen eingesetzten Kräften. „Der Einsatz jeder Mitarbeiterin und jedes Mitarbeiters unseres Polizeipräsidiums während der zurückliegenden Feiertage und insbesondere der vergangenen Nacht, hat einen wesentlichen Beitrag für mehr Sicherheit im Land geleistet.“
Der Präsident zeigt sich erleichtert, dass kein Beamter ernsthaft verletzt wurde. „Angriffe auf Einsatzkräfte gehören mittlerweile zum Alltag. Ich freue mich daher, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Neubrandenburg nach derzeitigem Stand alle unversehrt ihren Dienst verrichten und beenden konnten“, so Arne Wurzler.
18-Jähriger in Neustrelitz leistet Widerstand gegen Beamte
Wie jüngst einer Veröffentlichung von Zahlen des Bundeskriminalamts zu entnehmen war, steigen die Zahlen der Angriffe auf Polizeibeamte und Rettungskräfte seit 2017 stetig. In der vergangenen Silvesternacht gab es so beispielsweise in Neustrelitz einen 18-jährigen Deutschen, der auf dem Marktplatz eine Schreckschusswaffe mit sich führte, für die er keinen gültigen Waffenschein vorlegen konnte. Während der Kontrolle durch die Beamten wurde er aggressiv, leistete Widerstand gegen die durchgeführten Maßnahmen, versuchte die Beamten zu treten und randalierte später auch im Streifenwagen. Er kam schlussendlich in Polizeigewahrsam ins Revier nach Neustrelitz. Neben der Anzeigen wegen des unerlaubten Waffenbesitzes nach § 52 WaffG, werden gegen den Mann entsprechend auch Ermittlungen wegen des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung und Beleidigung geführt.
Alle in dieser Meldung genannten Einsätze fanden zwischen dem 31.12.2025, 16 Uhr, und dem 01.01.2026, 4 Uhr, statt. Im Vergleich zum Vorjahr bewegen sich die Einsatzzahlen, was Angriffe auf Polizeibeamte und Rettungskräfte, Körperverletzung sowie Brände und Sachbeschädigungen durch Pyrotechnik betreffen, auf einem ähnlichen Niveau, wie beim Jahreswechsel 2024/2025.