Schlagwörter
Amtsvorsteher, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Planung, Seifert, Tesch, Verband, Windenergie
Als „in der Summe unglaublich“ hat der Amtsvorsteher der Mecklenburgischen Kleinseenplatte und Bürgermeister von Mirow, Henry Tesch, die anhängende Antwort auf einen Offenen Brief an den Regionalen Planungsverband bezeichnet. Darin hatten Tesch und seine Amtskollegen in Wesenberg, Wustrow und Priepert moniert, dass der Verband keine Informationsveranstaltung zum Stand der Windkraftanlagen-Planung in der Kleinseenplatte vorsieht (Strelitzius berichtete).
Er frage sich, so Tesch mir gegenüber, welches Verständnis der unterzeichnende Leiter der Geschäftsstelle des Planungsverbandes, Peter Seifert, von Demokratie besitze bzw., ob dessen Auffassung durch die Mitglieder des Verbandes gedeckt ist.
„Das können und wollen wir uns nicht vorstellen.“ Die Kollegen Bürgermeister der Städte Demmin, Neubrandenburg, Neustrelitz, Waren sowie die Vertreter des Kreistages MSE als Mitglieder sollten darauf hinwirken, dass ein öffentlicher Termin in der Mecklenburgischen Kleinseenplatte stattfindet.
„Öffentlichkeit herzustellen ist ein Grundelement der Demokratie. Herr Seifert wertet es als Nestbeschmutzung. Auch legt er fest, wer wie betroffen zu sein hat. Wir bleiben bei unserer Forderung. Und wenn abschließend noch darauf abgestellt wird, dass bei Entscheidungen, die jahrzehntelange Entwicklungen festschreiben, es keine personellen Möglichkeiten gibt, Bürgerinnen und Bürgern vor Ort Rede und Antwort zu stehen, kommt es einem Offenbarungseid gleich. In der Summe unglaublich“, so Henry Tesch abschließend.
Mehr dazu hier: Widerstand regt sich: Informationsveranstaltung zu Windkraft-Projekten findet in Mirow statt | Strelitzius Blog

Herr Tesch sollte aufpassen, dass er hier kein Bauernopfer produziert. Herr Seifert ist nicht verantwortlich für vorgeschaltete politische Entscheidungen, die 2023 mit dem wissenschaftsfernen Wind an Land-Gesetz und der unsäglichen, ebenso wissenschaftsfernen Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes getroffen wurden.
Interessant wäre allerdings mit Blick auf die Fortschreibung des Regionalen Raumentwicklungsprogramm unserer Region zu erfahren, warum vormalige, mit berechtigten Restriktionen des Naturschutzes belegte, also für Windenergieanlagen ungeeignete, Gebiete plötzlich zu Vorranggebieten erklärt wurden. Sind da einige Umweltbehörden eingeknickt? Soll hier Großinvestoren und Großgrundeigentümern Raum bereitet werden?
Hallo, vergessen Sie bitte nicht die kleinen BI mitzunehmen z.B.
BI-SCHWARZ/BUSCHHOF