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2. Bundesliga Nord, Mecklenburg-Strelitz, Nachbericht, PSV Neustreitz, Volleyball, Volleys Köln

Das erste Auswärtsspiel der neuen Saison endete für den PSV Neustrelitz in der 2. Bundesliga Nord mit einer herben Enttäuschung. Trotz guter Ansätze und eines starken Auftakts konnten die Residenzstädter in Köln keine Punkte mitnehmen.
Dabei hatten sich die Spieler um Trainer Fabio Bartolone einiges in der Domstadt vorgenommen. Doch am Ende stand eine bittere Niederlage zu Buche. Neben der Belastung durch die lange Anfahrt fehlten dem PSV mehrere wichtige Spieler, die aus gesundheitlichen oder privaten Gründen passen mussten. Damit blieben dem Trainer nur wenige Wechseloptionen, die sich im Verlauf der Partie bemerkbar machte.
„Uns war bewusst, dass es mit der dünnen Personaldecke kein einfaches Spiel werden würde“, so Trainer Bartolone nach dem Match. „Trotzdem hatten wir uns vorgenommen, als Team zu funktionieren und mutig aufzutreten. Das ist uns nur phasenweise gelungen.“
Starker Start, plötzlicher Einbruch
Der erste Satz machte zunächst Hoffnung: Mit konzentriertem Spiel und druckvollen Aufschlägen setzten die Neustrelitzer die Hausherren unter Druck und entschieden den Durchgang verdient für sich. „Da hat man gesehen, was wir eigentlich können“, analysierte mein Blogpartner, Außenangreifer Jesco Genzmer.
Doch die gute Anfangsphase verpuffte schnell. Im zweiten Satz verlor der PSV komplett den Faden. Die Annahme wackelte, im Angriff fehlte die Präzision, und auch im Block lief kaum etwas zusammen. Köln nutzte die Schwächen konsequent und drehte das Spiel zu seinen Gunsten.
„An diesem Tag hat bei uns einfach sehr wenig funktioniert. Wir haben keine Routine ins Spiel bekommen und uns vom Gegner zu sehr diktieren lassen“, so Genzmer selbstkritisch. Auch in den folgenden beiden Sätzen fanden die Neustrelitzer nicht mehr zu ihrem Spiel. Köln agierte solide, spielte sein Spiel und ließ dem PSV kaum noch Chancen.
Beim nächsten Mal wieder 100 Prozent
Nach dem Schlusspfiff überwog die Enttäuschung, doch die Spieler blickten bereits nach vorn. „Das, was wir heute gezeigt haben, entspricht nicht unserem eigentlichen Niveau“, sagte Außenangreifer Daniel Hähnert. „Wir wissen, dass wir es besser können. Jetzt gilt es, die Fehler aufzuarbeiten und beim nächsten Mal wieder 100 Prozent zu geben. Die Liga verzeiht keine Nachlässigkeiten.“
Am kommenden Wochenende pausiert der Ligabetrieb, doch der PSV bleibt im Einsatz: Im Regionalpokal trifft das Team am Sonntag um 11 Uhr in der heimischen Strelitzhalle im Halbfinale auf den Ligakonkurrenten Kieler TV. Parallel stehen sich der SV Warnemünde II und der ETV Hamburg gegenüber. Das anschließende Finale entscheidet über den Einzug in die Qualifikation zum DVV-Pokal. Dies ist eine Gelegenheit für die Neustrelitzer, um neues Selbstvertrauen zu tanken.