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Die Neustrelitzer TSG-Kicker haben eine furiose Schluss-Offensive hingelegt, leider ohne Siegtreffer.

Unsere Fußball-Oberligisten der TSG Neustrelitz haben mit den favorisierten Mahlsdorfer Eintracht-Kicker heute Nachmittag im heimischen Parkstadion die Punkte geteilt. Am Ende der umkämpften Partie, in der beide Teams hätten als Sieger vom Platz gehen können, hieß es 1:1 (1:1).

Die Gastgeber dringen in der 12. Minute nach einem lehrbuchmäßigen schnellen Umschalten mit gleich drei Spielern in die gegnerische Abwehr ein. Anrijs Tomass Kmetjuks bringt das Leder über die rechte Seite nach vorn, spielt Torjäger Manuel Härtel im Zentrum an, der legt aber den Ball noch einmal quer nach links („Ich gucke immer, ob jemand mitgelaufen ist“), und Remmy Jason Orlando Kruse hat keine Mühe einzunetzen. Nur sechs Minuten später hätte Adrian Heinle das 2:0 machen müssen. Allein vor dem Mahlsdorfer Keeper Paul Büchel, schiebt er den Ball um Zentimeter am langen Pfosten vorbei.

In der 38. Minute besorgt Nils Wilko Stettin den Ausgleich. Der Mahlsdorfer nimmt eine hohe Flanke von links am langen Pfosten mit der Brust an, dreht sich und schießt aus spitzem Winkel routiniert ein. Kurz vor dem Halbzeitpfiff noch eine tolle Parade von TSG-Keeper Elias Oliver Höftmann mit dem Fuß, und es geht in die Kabinen.

In der zweiten Halbzeit ersetzt Coach Franke Manuel Härtel durch Nick Höfer. In der 50. Minute muss Luca Müller verletzt ausscheiden, für ihn kommt Younes Laribi. Die Mahlsdorfer haben zunächst mehr vom Spiel, aber ab der 75. Minute etwa kurbeln die Neustrelitzer wieder ihre Offensive an, Gestalten statt Verwalten. Prompt hat Nick Höfer nach einem Tepolauf von Justus Guth einen Riesen, der nur knapp am Tor vorbeistreicht. Die nächsten Chance hat Guth selbst, seinen Distanzschuss kann Büchel eben noch zur Ecke abwehren. In der 82. Minute bringt Franke Kevin Akogo für Kmetjuks. Noch einmal alles nach vorn geworfen von den Strelitzer Jungs, aber mehr als das Remis soll es nicht sein.

Nils Röth: Großen Respekt für meine Truppe

„Endlich mal einen Punkt, und das gegen den schwersten Gegner, den wir bisher vor der Brust hatten“, kommentierte Mannschaftskapitän Nils Röth im Gespräch mit Strelitzius das Ergebnis. „In der ersten Halbzeit haben wir es mit langen Bällen einfach gehalten und hätten zwei, drei Tore machen können. Stattdessen bekommen wir gegen eine spielstarke Mannschaft noch vor dem Seitenwechsel das Gegentor. Zur zweiten Halbzeit kann ich nur sagen, dass ich meiner Truppe großen Respekt zolle, wir waren spielerisch und kämpferisch überlegen. Ich hoffe, dass wir gegen Tennis Borussia, auch wenn es ein Auswärtsspiel ist, darauf aufbauen können.“

TSG-Coach Thomas Franke stellte mir gegenüber heraus, dass bei aller spielerischen Qualität der Mahlsdorfer definitiv die TSG die klareren Chancen hatte. „Insofern bin ich am Ende ein bisschen traurig, dass es am Ende nicht mehr geworden ist, nicht immer die richtigen Entscheidungen in der Offensive getroffen wurden. Da ist noch dazuzulernen.“ Der Spielplan, mit langen Bällen und tiefen Läufen hinter die Kette zu kommen, sei von den Strelitzer Jungs insgesamt aber perfekt umgesetzt worden. „Das haben sie gut gemacht, wir haben Fitness bewiesen, dafür arbeiten wir auch viel. Und hinten waren wir besser als der Gegner. Wir haben einen Punkt geholt, darüber sind wir froh, aber drei wären schöner gewesen. Hundertprozentig zufrieden bin ich nicht.“

Hauke Runge: Potenzial der Mannschaft erkannt

Das letzte Wort heute hat Präsidiumsmitglied Hauke Runge: „Ein spannendes Spiel, das Remis insgesamt gerecht. Beide Mannschaften hätten das Spiel mit mehr Glück an sich reißen können. Ich habe zum ersten Mal das Potenzial in unserer Mannschaft tatsächlich erkannt. Wenn wir weiter so spielen, mache ich mir für die Saison keine Sorgen.“

Am kommenden Freitag tritt die TSG Neustrelitz (13.), wie bereits erwähnt, beim aktuellen Tabellenführer Tennis Borussia an. Anstoß ist um 19 Uhr. Wer noch am Abend etwa vom Spiel erfahren will, ist hier im Blog richtig.

Hat die TSG Neustrelitz in Führung geschossen: Remmy Jason Orlando Kruse.