Schlagwörter

, ,

Das Wochenende im Rückblick: Regen, Regen, und nochmals Regen. Davon können auch die Qualzower ein Lied singen, die am Sonnabend an der Reihe waren beim reihum gehenden traditionellen Sommerfest der von Mirow eingemeindeten Dörfer. Die Party haben sich die Qualzower und viele Besucher aus der Umgebung nicht vermiesen lassen. Natürlich erforderte die Witterung den einen oder anderen Kompromiss, aber am Ende dürften alle Feiernden ihre Freude am Gebotenen gehabt haben. Stefanie Götsch von „Wir sind Qualzow“ hatte nicht zu viel versprochen, als sie eingangs sagte: „Das Programm, welches wir für euch bereithalten, ist vielfältig und trotz Regens abwechslungsreich.“

Bürgermeister Henry Tesch würdigt bei seiner Eröffnung das Engagement aller Unterstützerinnen und Unterstützer in Qualzow. „Ihr habt euch seit mehr als neun Monaten auf den heutigen Tag vorbereitet. Geplant, gewerkelt und Ideen entwickelt, Partner ins Boot geholt. Wie immer großartig. Das Wetter ist es dagegen wirklich nicht. Man könnte sagen, bei gutem Wetter kann jeder, aber dies ist für ein Fest nun absolut sehr schlechtes Wetter. Die vielen Besucherinnen und Besucher, die sich davon haben nicht abschrecken lassen, sind eine tolle Anerkennung für euren Einsatz.“

Line-Dancer, Hüpfburg, Schwein am Spieß, Gummistiefel-Weitwurf, Sackhüpfen, Eierlaufen, auch der Rundgang durch das liebevoll geschmückte Qualzow anhand von Fotografien (sehr originell!), alles, wie es sich für ein zünftiges Dorffest gehört. Dass bei der Versteigerung allerdings die Hemdendampfbügelmaschine nicht einmal für das Mindestgebot von fünf Euro weggegangen ist, eigentlich unglaublich.

Henry Tesch erwähnte noch die Tafeln zur Geschichte, die an der Innenwand des großen Zeltes mit dem gigantischen Kuchenbasar und DJ Dixi von Klangkultur MV zu sehen waren. Der Bürgermeister würdigte alle, die sich an dem Dokumentationsprojekt beteiligt haben, stellvertretend Lisa Kriegel. „Diese Tafeln sind ein Vorababdruck, um schon mal zu informieren und neugierig zu machen. Die Tafeln werden nach der Sommerpause in kompakter Form auf einem entsprechenden Fundament in Qualzow und eine Tafel in Schillersdorf zu sehen sein“, so Henry Tesch.

Neben einer Kurzfassung zur Geschichte der beiden Orte, geht es um die Geschichte der Erprobungsstelle der Luftwaffe in Rechlin, die auch diese Orte betraf. Zwischen Qualzow und Schillersdorf entstand nach 1935 ein Testgebiet für die Luftwaffe. Die Tafeln wurden vom Historiker Christoph Wunnicke auf Initiative der Gemeinde Mirow mit freundlicher Unterstützung der Landeszentale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern erstellt.

Stefanie Götsch, Henry Tesch, Lisa Kriegel und Waltraud Fahrnow, 2. stellvertretende Mirower Bürgermeisterin, von links.