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Die Nummer 48 des „Neubrandenburger Mosaiks“ ist erschienen. Diesmal besonders umfangreich mit mehr als 200 Seiten. Den Einstieg ins Heft ist Hans Pöhlmann vorbehalten, einstiger Lehrer in Neubrandenburg und Förderer des Fremdenverkehrs der Stadt in der Zwischenkriegszeit. Er verfasste 1930 eine launige Schrift über seinen Rundgang um den Tollensesee und stellte ihr plattdeutsche Verse von Fritz Reuter vom Sonnenaufgang voran, die dieser in Neubrandenburg verfasst hatte.
Die „Strelitzer Kiefer“ ist Klaus Borrmanns Thema. Vor über 100 Jahren war dieser Baum auf dem Holzmarkt ein „Qualitätssiegel“, wie der Autor erinnert. Peter Starsy hat sich mit Rethra einen Dauerbrenner der Regionalforschung vorgenommen und räumt mit der Legende auf, dass auf dem Schlossberg bei Feldberg das slawische Zentralheiligtum zu finden sei. Ein weiteres Thema des Mosaiks ist der Pflasterstein. Man tritt oder fährt auf ihn faktisch täglich in der Region, aber wer weiß schon, woher er kommt und wie alt er ist, zum Beispiel in der einstigen Residenz Neustrelitz. Christian Stelzer ist solchen Fragen nachgegangen.
Besamimgefäß neu im Regionalmuseum
Lilly Zühlsdorf beschreibt die Einzigartigkeit eines silbernen Besamimgefäßes, ein jüdischer Zeremonial- und Haushaltsgegenstand, der seit kurzem zum Bestand des Regionalmuseums Neubrandenburg gehört. Ein weiterer Beitrag, geschrieben von Bianka Bülow, erläutert das Pilotprojekt „Jüdisches Leben in Neubrandenburg“, dessen Start mit einer Projektgruppe der Fritz-Reuter-Schule begann. Wolfgang Kern gibt Einblick in seine reichhaltige Plaketten- und Abzeichensammlung und illustriert damit die Geschichte des Radsports in Mecklenburg-Vorpommern und die der Johann-Heinrich-Voss-Oberschule Penzlin. Der ehemalige stellvertretende Stadtarchitekt, Karl Jürgen Fischer, erinnert an das historische Stadtmodell Neubrandenburgs aus dem Jahre 1982, und Detlev Justen geht der Frage nach, inwieweit christliche Symbole am Fahnenturm und der Sandsteinskulptur der Mahn- und Gedenkstätte Fünfeichen nachweisbar sein könnten.
Schließlich wird der Jahresbericht 2023 des Museumsvereins Neubrandenburg abgedruckt. In bewährter Weise ist die Rubrik „Was sonst noch geschah“ von Bärbel Pogoda und Peter Starsy bearbeitet worden. Hinzuweisen ist auch noch auf erste Nachträge zum im Vorjahr erschienenen Personenlexikon Neubrandenburgs.
Neubrandenburger Mosaik,
Heimatgeschichtliches Jahrbuch
des Regionalmuseums Neubrandenburg Nr. 48, 2024,
Redaktion Dr. Rolf Voß, Satz, Layout und Druck Steffen-Media,
ISBN: 978-3-939779-54-4, Preis 10 Euro
