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Am 21. März um 19 Uhr zeigt der Sieben e.V. Carpin den preisgekrönten Film „In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski aus dem Jahr 2025. Er wird im Gemeindesaal an der Feuerwehr in Carpin aufgeführt.

Über rund 100 Jahre und vier Generationen von (vor allem) Frauen spannt Schilinski einen assoziativen, magisch-realistischen, formal wie erzählerisch gewagten Bogen, der ausschließlich in einem Gehöft in der Altmark in Sachsen-Anhalt angesiedelt ist und die Geister der Vergangenheit und der Gegenwart durchmisst. Virtuos wechselt der Film immer wieder die Zeitebenen und -perspektiven, die Erzählstimmen und auch die formalen Mittel. (…) Was diese Frauen über die Generationen hinweg miteinander verbindet, sind ähnliche Erfahrungen und sich wiederholende Muster. Es geht um Ausbeutung, Anpassung und Unterdrückung (auch der eigenen Gefühle, Nöte und Bedürfnisse), um Lebenslust und Todessehnsucht, um die stillen Schreie gegen die Unterdrückung. Sie leben in einem patriarchal-autoritären System, das bevölkert wird von den Geistern der Vergangenheit, in einem Zwischenreich zwischen dem Jetzt und dem Reigen des Vergangenen und der Verstorbenen, die hier ganz selbstverständlich in die Gegenwart hinein wirksam sind.

Die Uraufführung des Films fand im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Cannes im Mai 2025 statt, wo der Film mit dem Preis der Jury ausgezeichnet wurde. Im selben Jahr wurde „In die Sonne schauen“ als deutscher Vorschlag für die Kategorie Bester Internationaler Film der Oscarverleihung 2025 vorgeschlagen. Im selben Jahr folgten acht Nominierungen für den Europäischen Filmpreis.