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Die Freie Bühne Wendland mit Dantes Inferno. Foto: Kina Becker

Einen mehrtägigen Kongress der besonderen Art hat der Verein „simsalArt“ e.V., begleitet von weiteren Kulturakteuren und dank finanzieller Unterstützung der „Partnerschaft für Demokratie“ Landkreis MSE, mit Start am Freitag, 17. Oktober, organisiert. Unter dem Motto „Futurologischer Kongress“, basierend auf den gleichnamigen Roman von Stanisław Lem, wird in Passentin bei Penzlin der Frage nachgegangen, wie wir in Zukunft leben wollen.

Was können wir tun, um uns verantwortungsbewusst zu verhalten? Themen wie Klimawandel und Wandel der Gesellschaft, Ausbeutung und Krieg werden mittels verschiedener Kunstrichtungen zum Ausdruck gebracht und folgend diskutiert. Offen für jeden Interessierten ist neben Workshops und Gesprächsrunden vom Objektbau bis zu Bühnenimprovisationen alles dabei. Der Lichtkünstler Marco Lüning von „Solaris Lightart“ illuminiert derweil mit kreativen Lichtinstallationen die Wilhelmshöhe als Veranstaltungsort. Am Sonnabend, 25. Oktober, beendet die Präsentation der Ergebnisse den „Futurologischen Kongress“.

Freitag, 17. Oktober

Gestartet wird mit dem Tanztheater „Dantes Inferno – der Komödie 1. Teil“ von der Freien Bühne Wendland als Allegorie für den Irrweg des Menschen am 17. Oktober um 19 Uhr.

Sonnabend, 18. Oktober

Lust auf gemeinsames Musizieren und Geschichten erfinden macht das „Panische NOT-Theater“ aus Dresden mit seinem Mit-Mach-Blues-Märchen „Dog und die Bremer Stadtmusikanten“ für Menschen ab sechs Jahren am Sonnabend, 18. Oktober, 15 Uhr. Ab 17 Uhr liest die Neustrelitzerin Paulina Fabian aus dem Roman „Der futurologische Kongress“ (1971) des polnischen Autors Lem. Instrumente können mitgebracht werden zur Jam-Session um 19 Uhr, auch diskomäßig wird aufgelegt und Marta Maurizio zeigt gegen 21 Uhr ihre feurige Hula-Hoop-Show.

Freitag, 24. Oktober

Weiter geht es am Freitag, 24. Oktober, um 20 Uhr mit einer unkonventionellen Gender- und Geschlechter-Freakshow. Die Freie Bühne Wendland lädt das Publikum ein, sich überraschen zu lassen und mit Grenzen auseinanderzusetzen. 

Sonnabend, 25. Oktober

Premiere hat das Puppentheaterstück „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“ vom Figurentheater Ernst Heiter am Sonnabend, 25. Oktober, um 15 Uhr. Inszeniert und neu interpretiert ist es mit Eigenheiten, die das Publikum zum Mitfühlen und Nachdenken anregen.

Danach beginnt gegen 16 Uhr die Präsentation der Ergebnisse aus den Bereichen Objektbau und Theater.  Existenzielle Themen verkörpert die italienische Tänzerin Maruska Ronchi in ihrer Butoh-Solo-Performance ab 19 Uhr. Die Tanzfläche ist geöffnet im Konzert von „Analogkäse“ ab 21 Uhr mit fröhlicher, nicht einzuordnender, tanzbarer, sich jeglicher Schublade entziehender Musik mit inspirierenden Texten. Die Feuershow von „Marta Maurizio & friends“, in der ein Außerirdischer auf der Erde konfrontiert wird mit dem ganz normalen Wahnsinn der Menschen, beendet den „Futurologischen Kongress“.

Gern mitgestalten

Als partizipatives Angebot können Interessierte an allen oder einzelnen Tagen vom 17.- 25. Oktober am Symposium mit Objektbau, Theater wie auch Gesprächen per Anmeldung über buchhaltung@simsalart.de teilnehmen.

 www.simsalart.de

Mit einer feurigen Hula-Hoop-Show tritt Marta Maurizio auf. Foto: Maren Jakobi