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Johannes Mönnich versenkt, neben ihm Paul Sprung (vorn) und Fiete Kramer.

400 Zuschauer in der Strelitzhalle sind heute Abend aus dem Jubeln nicht herausgekommen. Ihre Bundesliga-Volleyballer vom PSV Neustrelitz haben einen denkwürdigen Start in die neue Spielzeit hingelegt. Beim 3:0 (25:13, 25:15, 25:18) wurde der gastierende TuB Bocholt förmlich von der Platte geputzt. Und die Westfalen rangierten zum Ende der vergangenen Saison immerhin auf Platz 5 in der 2. Bundesliga Nord. Da hatte man eigentlich mehr Gegenwehr von den Gästen erwartet.

Die Gäste wurden von der Power und der weitgehenden Präzision der Neustrelitzer förmlich überrannt. Eigentlich gab es für de Bocholter zu keinem Zeitpunkt der Partie die Möglichkeit, das Blatt zu wenden. Irgendwann hatten sie sich dann auch in ihr Schicksal ergeben.

Neuzugang besteht Feuertaufe mit Bravour

Herausragend bei den Gastgebern Zuspieler Fiete Kramer, Neuzugang und mal eben 18 Jahre jung. In beruflich bedingter Abwesenheit von Tom Orzelski musste er über die volle Distanz gehen und hat sich bei seiner Feuertaufe bravourös geschlagen. Völlig zu Recht wurde er als bester Spieler beim PSV ausgezeichnet. An seiner Seite brillierte Kapitän Paul Sprung, der schon erstaunlich abgezockte Filius und der Routinier harmonieren blendend miteinander. Und Johannes Mönnich ist unbedingt zu nennen, der immer wieder in Angriff und Blog punktete.

Coach Fabio Bartolone äußerte sich mir gegenüber glücklich, dass ihm sein neues Team einen solchen Einstand beschert hat. „Das 3:0 ist natürlich perfekt und ermutigt alle. Ich bin heute sehr zufrieden.“ Gleichwohl gebe es zum Anfang der Saison noch viele Baustellen, „an denen wir arbeiten müssen“. Der Trainer betonte, das er sich in Neustrelitz angekommen und beim PSV am rechten Platz fühle.

Auch Paul Sprung verwies bei aller Freude über den deutlichen Erfolg seiner Jungs noch auf Reserven in der Abstimmung, die aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt normal seien. Er wolle den Auftakterfolg auch angesichts der Tatsache, dass die Bocholter erheblich unter ihren Möglichkeiten geblieben sind, nicht überbewerten. Auf seine unübersehbare Harmonie im Zusammenwirken mit dem Youngster Fiete Kramer angesprochen, verwies der Kapitän auf die intensive Vorbereitung der Mannschaft auf die neue Spielzeit. „Es ist ja nun nicht so, dass wir uns erst heute kennengelernt haben.“

„Was für ein Auftakt, immerhin gegen die Bocholter“, freute sich Teammanager Marc Lessing im Gespräch mit Strelitzius über das klare Ergebnis, „eine wahnsinnig tolle Teamleistung. Mehr kann man nicht erwarten. Und so richtig Spaß gemacht hat es, Fiete Kramer zuzuschauen. Die Goldmedaille für ihn, was sonst! Wir freuen uns natürlich auch über die Zuschauerzahl, zumal ja heute viel in der Stadt los ist. Ganz ehrlich, das alles macht Bock auf mehr.“

Regenwasser von der Decke

Nur am Rand ist zu erwähnen, dass die Partie gleich zu Beginn für mehrere Minuten unterbrochen werden musste. Durch ein geöffnetes Fenster in der Hallendecke regnete es herein, direkt in die Angriffszone der Neustrelitzer. Zum Glück war der Mann, der den richtigen Knopf zu drücken wusste, schnell gefunden. Der Rest war wischen. Die Strelitzhalle, noch immer mit einer Baustelle geschlagen, scheint Wasser förmlich anzuziehen. Ich klopfe mal auf Holz.

Schon in einer Woche, am 20. September, haben die PSV-Volleyballer wieder Heimvorteil. Und zugleich ein wahrscheinlich dickeres Brett zu bohren. Der TuS Mondorf reist an, Vierter der Vorsaison und heute auswärts ebenfalls mit 3:0 gegen die Aufsteiger aus Köln erfolgreich. Anpfiff ist um 19 Uhr.

Zum Schluss noch einen Glückwunsch an Jesco Genzmer. Mein erprobter Blogpartner, der mir auch 2025/26 zuliefern wird, ist heute 24 Jahre alt geworden. Dem „Happy Birthday“ von den Rängen für den Außenangreifer schließe ich mich an dieser Stelle noch einmal an.

Mit dem gut organisierten Block haben die Neustrelitzer heute viele Punkte gemacht.
Viel Gesprächsbedarf hatte Fabio Bartolone beim heutigen Spielverlauf nicht.
Ausgezeichnet: Fiete Kramer (rechts) und Bocholts Libero Tom-Luca Schluse.