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Festveranstaltung, Jubiläum, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Union Wesenberg

„Heute ist ein Tag, der uns alle mit Stolz erfüllt. 100 Jahre SV Union Wesenberg – das ist nicht nur ein Jubiläum, das man feiert, das ist ein lebendiges Zeugnis von Heimat, Zusammenhalt und sportlicher Leidenschaft. Es ist ein Jahrhundert voller Geschichten, Erinnerungen und Menschen, die diesen Verein geprägt haben“, eröffnete Vereinsvorsitzender Martin Linke die gegstrige Festveranstaltung im Waldstadion der Woblitzstadt, zu der sich auch zahlreiche Ehrengäste eingefunden hatten.
„Als unser Verein im Jahr 1925 gegründet wurde, war die Welt eine andere. Doch schon damals war klar: Sport verbindet. In einer Zeit des Aufbruchs und der Unsicherheit schufen engagierte Wesenberger Bürger einen Ort, an dem Gemeinschaft gelebt und Bewegung gefördert wurde. Was mit einfachen Mitteln begann – einem Ball, einem Platz, einem Ziel – entwickelte sich über die Jahrzehnte zu einer festen Institution in unserer Stadt.“
Die Geschichte habe den Verein vor große Herausforderungen gestellt. Doch der SV Union Wesenberg habe auch diese Zeiten überstanden – getragen von der Kraft seiner Mitglieder. „Union Wesenberg ist mehr als ein Sportverein – er ist ein Stück Identität. Mit viel Engagement wurde der Verein immer wieder neu aufgestellt, modernisiert und gleichzeitig in seiner Tradition bewahrt. Heute stehen wir auf den Schultern all jener, die in diesen 100 Jahren mit Herzblut dabei waren – als Spieler, Trainer, Platzwarte, Vorstände und Fans.“
Unzählige Stunden freiwilliger Arbeit
Was den Verein besonders auszeichne, so Linke, sei das Ehrenamt. Ohne die unzähligen Stunden freiwilliger Arbeit wäre all das nicht möglich. „Vom Vorstand bis zum Jugendtrainer, vom Ordner bis zur Kuchenbäckerin bei Veranstaltungen – Ihr seid das Rückgrat unseres Vereins. Dafür danke ich euch von Herzen.“
Ein besonderes Augenmerk gelte der Jugendarbeit. Hier werde nicht nur Sport vermittelt – hier würden Werte gelebt: Fairness, Respekt, Teamgeist. Trainerinnen und Trainer seien Mentoren, Vorbilder und oft auch Vertrauenspersonen. „Dass so viele Kinder und Jugendliche bei uns eine sportliche Heimat finden, ist ein Geschenk – und das Ergebnis harter, kontinuierlicher Arbeit“, betonte der Vorsitzende. Union Wesenberg sei Vielfalt, Offenheit, Lebensfreude. „Wir feiern nicht nur uns selbst, sondern auch das, was Sport in einer Gemeinschaft bewirken kann.“
Er danke allen, die diesen Verein zu dem gemacht haben, was er heute ist, sagte Martin Linke abschließend. „Lasst uns gemeinsam weitergehen – mit Stolz, mit Herz und mit dem festen Willen, auch die nächsten 100 Jahre zu gestalten.“
Vielfach von Beifall unterbrochen
Union-Ehrenvorsitzender Harry Frank ließ in einem vielfach von Beifall unterbrochenen Vortrag die 100 Jahre Vereinsgeschichte Revue passieren und stellte Union Wesenberg in seiner ganzen Breite der Abteilungen vor. Er danke allen Unterstützern des Wesenberger Vereinssports.
Zu denen unbedingt Bürgermeister Steffen Rißmann gehört. Das Stadtoberhaupt sicherte in seinem Grußwort auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit zu. Ubion Wesenberg repräsentiere einen Querschnitt der Stadtgesellschaft und manifestiere sich in Sport, Gemeinschaft und Tradition unter einem Dach. Mit dem langjährigen Vorsitzenden Harry Frank sei der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen. Geleichermaßen souverän führe Martin Linke die Führungsarbeit jetzt weiter. „Ich garantiere dafür, dass Union Wesenberg weiter vorangebracht wird. Wesnberg ist Union, und Union ist Wesenberg“, bekräftigte der Bürgermeister.
Ehrenamt über Jahrzehnte gewürdigt
Kreistagspräsident und Landtagsabgeordneter Thomas Diener würdigte zunächst das ehrenamtliche Engagement bei Union Wesenberg über Jahrzehnte. Darüber hinaus sei es nicht selbstverständlich, dass eine Kommune so zu ihrem Verein stehe. Diener betonte, dass Sportvereine demokratiebildend seien., ein hohes Gut gerade auch aktuell.
Der Präsident des Landessportbundes Andreas Bluhm hob hervor, dass Union Wesenberg ein Verein sei, der im ganzen Land seinesgleichen suche. Seine Hochachtung gebühre allen, die einst und jetzt in Verantwortung für den Verein stehen. Bluhm beglückwünschte die Unioner im Namen der mehr als 300.000 Mitglieder in den Sportvereinen Mecklenburg-Vorpommerns. Bluhm würdigte das gute Miteinander von Union Wesenberg, den Partnern des Vereins und den politischen Entscheidungsträgern. Das müsse unbedingt fortgeführt werden. „In Zeiten großer gesellschaftlicher Herausforderungen müssen wir gemeinsam die Stimme erheben für den Sport. Der Präsident schloss mit einem Plädoyer für Olympische und Paraolympische Spiele in Deutschland.
Weiterhin ein „gutes Händchen“
Für den Landesfußballverband war dessen Präsident Dr. Heiko Lex in die Woblitzstadt gereist. Es sei schön zu sehen, wie sich Union Wesenberg entwickelt hat. In Sportvereinen werde Gemeinschaft gelebt, finde gesellschaftlicher Austausch statt. Lex wünschte den Unionern weiterhin „ein gutes Händchen“ beim Zusammenkommen und Miteinander.
Das letzte Grußwort richtete Dr. Wolfgang Heidel, Ehrenvorsitzender des Kreissportbundes Mecklenburgische Seenplatte, an die Unioner. Es sei für ihn immer eine Freude gewesen, den Verein zu begleiten. Nichts geschehe im Selbstlauf. „Wir müssen nach vorn denken und rechtzeitig dabei sein“, so Heidel an die Adresse des Jubilars.
Seitens der Wesenberger Partnerstadt Quakenbrück überreichte deren Vizebürgermeister Gerd Meinecke einen Scheck für die Nachwuchsarbeit bei Union Wesenberg. Glückwünsche überbrachten auch der Chef des Wesenberger Burgvereins Axel Hirsch und der WSV Einheit Neustrelitz, der durch seinen Vorsitzenden Hans Ebeling vertreten war.
Ehrung verdienter Sportler
Im Rahmen der Festveranstaltung wurden verdiente Sportler des Vereins geehrt: die früheren Kanu-Asse Manfred Pahl und Jörn-Erik Schneider, die Leichtathleten Christian Lehmann, Vivien Ernst und das aktuelle „Aushängeschild“ der Abteilung Nele Drücker sowie Fußball-Schiedsrichter Sirko Müke. Ein emotionaler Höhepunkt war die Würdigung des mit 92 Jahren ältesten Vereinsmitgliedes Horst Bork und von Gerhard Metzdorf, der von 1947 bis 1960 bei Union Fußball spielte. Für das Buffet sorgte Mathias Zander von der Wesenberger Traditionsgaststätte „Bodinka“.
Bilder-Galerien vom Tag der offenen Tür im Kanu-Lager an der Woblitz am Donnerstag und vom Kinder- und Jugendsporttag gestern im Waldstadion gibt es morgen hier im Blog.











