Zwischen dem 6. Dezember und dem 10. Januar werden in Mecklenburg-Vorpommern wieder die Sportler des Jahres gewählt. Unter den Kandidatinnen und Kandidaten sind auch zwei erfolgreiche Voltigiererinnen von der SG Groß Quassow.
Amari Santamaria Diaz, Lina Ulrich, Kerstin Roß und der Greifswalder Starter Kevin Jürgens mit seiner Longenführerin Conny Heilemann (von links).
Die Voltigierer der SG Groß Quassow haben M-V bei den Nordostdeutschen Meisterschaften im niedersächsischen Lamspringe vertreten. Es nahmen zehn Landesverbände teil. Lina Ulrich mit ihrem Pferd Dahlwitz, longiert von Kerstin Roß, qualifizierte sich nach Platz 2 im Umlauf für das Finale, erkämpfte sich in der Finalkür ebenfalls Platz 2 und somit die Silbermedaille und den Vizemeistertitel im U21 Einzelvoltigieren.
Alina Roß von der SG Groß Quassow ist mit ihrem Wallach Baron R und Longenführer Volker Roß in Bern Senioren-Vizeweltmeisterin im Voltigieren geworden. In einem packenden Finale musste die 23-Jährige in unter 27 Mitbewerbern nur der Österreicherin Eva Nagiller den Vortritt lassen. Zu den ersten Gratulanten gehörte Userins Bürgermeister Axel Malonek.
Der hatte mit den Groß Quassower Pferdesportfreunden gleich doppelten Grund zur Freude. Ebenfalls in Bern wurde die erst 13-jährige Amarai Santamaria-Diaz vom selben Verein bei den Junioren-Europameisterschaften im Voltigieren auf ihrem Pony Meran und mit Longenführer Hauke Thümmler Dritte. „Ein Mega-Erfolg“, kommentierte das Gemeindeoberhaupt das Abschneiden beider Sportlerinnen.
Beim diesjährigen Preis der Besten im Voltigieren in Warendorf ging bei den U18-Damen der Sieg an Amari Santamaria Diaz, die bereits 2022 den Preis der Zukunft und 2023 die Deutsche Jugendmeisterschaft gewinnen konnte. Das geht aus einer Mitteilung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung hervor. Mit ihrem Lewitzerpony Meran (Z: Marlies Pankow, Userin) und ihrem Longenführer Hauke Thümmler (22) konnte sich Amari in diesem Jahr mit einem finalen Ergebnis von 7,830 erneut unter den Junioren behaupten. Die Voltigiererin aus Userin, Sportgemeinschaft Groß Quassow e.V, ging spannenderweise gleich für zwei Landesverbände an den Start: Im Einzelvoltigieren vertrat sie Mecklenburg-Vorpommern, im Doppel zusammen mit ihrer Partnerin Emma Gille Sachsen-Anhalt.
Im Anschluss an den Preis der Besten im Voltigieren in Warendorf hat die AG Nachwuchs des Voltigierausschusses des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) die Kandidaten für die Europameisterschaften der Junioren und U21-Voltigierer benannt. Die Europameisterschaften finden vom 16. bis 21. Juli in Bern in der Schweiz statt. Nominiert sind für das Einzelvoltigieren Damen (U18) Amari Santamaria Diaz (Userin/MEC) mit Meran und Hauke Thümmler!
Amari Santamaria Diaz bei den diesjährigen Landesmeisterschaften Voltigieren im Landgestüt Redefin.
Damit hatte bei den diesjährigen Deutschen Jugendmeisterschaften der Voltigierer in München keiner gerechnet: Die erst zwölfjährige Amari Santamaria Diaz aus dem mecklenburgischen Userin sichert sich die Goldmedaille bei den Juniorvoltigiererinnen vor der starken nationalen Konkurrenz.
So etwas gab es noch nie: Bei ihrer allerersten Deutschen Jugendmeisterschaft gelang Amari Santamaria Diaz die Sensation. Nach drei Durchgängen – einmal Pflicht und zweimal Kür – stand das Nachwuchstalent auf dem obersten Podest. Dabei hatte die Zwölfjährige bereits im Pflichtdurchgang zum Auftakt ein dickes Ausrufezeichen setzen können. Mit ihrem Lewitzer Pony Meran, vorgestellt von Longenführer Hauke Thümmler, erzielte sie starke 7.943 Punkte und nahm der Konkurrenz somit schon zu Beginn des Wettkampfs fast zwei Zehntelpunkte ab. Auch im ersten Kürumlauf behielt Santamaria Diaz, die bereits im vergangenen mit ihrem Sieg in der Zukunftstrophy beim Preis der Besten auf sich aufmerksam gemacht hatte, die Nerven. Mit ihrer Kürchoreografie, angelehnt an den erfolgreichen Netflix-Blockbuster „Enola Holmes“, begeisterte sie Publikum und Richtergremium und sicherte sich mit einer Wertung von 8.319 erneut den Tagessieg.
Somit stand das Mecklenburger Gespann am Finaltag an letzter Startposition. Trotz kleinerer Unsicherheiten präsentierte die Siebtklässlerin, der die Nervosität vor dem bislang wichtigsten Turnierstart ihrer Karriere anzusehen war, ein Feuerwerk an dynamischen Verbindungen, punktgenauer Musikinterpretation und Höchstschwierigkeiten im Dauertakt. Auch wenn sie den Tagessieg im Kürfinale knapp verpasste, verlor Santamaria Diaz lediglich 0.001 Punkte und verbuchte in der Endabrechnung einen relativ souveränen Gesamtsieg mit 8.155 Punkten. Die Mecklenburgerin kürte sich damit in der 16-jährigen Historie der DJM im Voltigieren zur bisher jüngsten Goldmedaillengewinnerin.