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Dorfkirche, Förderverein, Lärz, Lehmann, Mecklenburgische Seenplatte, Schneider, Turmblasen
Der Förderverein Dorfkirche Lärz lädt am kommenden Sonntag, 24. August, wieder zu „Bilder, Brot und Blechkuchen“ ein. Beginn ist um 14 Uhr, und erstmals wird die Veranstaltung durch ein Turmblasen eröffnet. „Wir sind schon ganz gespannt, wie das funktionieren wird“, schreibt mir Bürgermeister Hartmut Lehmann.
Die Bläser kommen vom Feuerwehrmusik Mirow und werden den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen begleiten. Nach dem Turmblasen gibt es in der Kirche eine kurze Andacht mit Pfarrer Axel Bünning. Im weiteren Verlauf kann man in der Kirche der Orgel lauschen, gespielt von Takahiro Yamauchi.
Außerhalb und rund um die Kirche sind Ausstellungen aufgebaut, die Bilder vom Krümmeler Künstler Gerhard Schneider zeigen, Fotografien von Kerstin Zegenhagen, Holzgestaltungen von Johanna de Vos und Skulpturen von Gerald Schwörk. Marko Walter stellt sein Modell von der Lärzer Kirche sowie andere Modelle aus.
Neben dem Kaffee und Kuchen wird dann auch Brot aus dem Backofen zum Kauf angeboten. Unterstützung erhält der Verein von der Deutsche Stiftung und Engagement und Ehrenamt sowie von vielen fleißigen Helfern aus der Gemeinde, die den Kuchen backen.
Es geht um eine zweite Glocke
„Die Feste des Fördervereins hatten stets auch einen objektiven Hintergrund“, so Gerhard Schneider in einer Mail an mich. „Schon bevor der Verein sich konstituierte, war der Dorfchor unter der Leitung von Barbara Lange tätig. Erinnern Sie sich noch an ‚Brot für die Orgel‘. Die Orgel ist wieder zum Leben erwacht. Später u. a. die Fenster, das Mauerwerk und vieles andere mehr. Nun geht es um eine zweite Glocke.
Es gab einmal eine zweite Glocke. Sie wurde eingeschmolzen. Mit seinem Material hatte man andere Pläne, keine friedlichen. Glocken haben immer etwas Informatives, sie begleiten das Leben. Sie läuten zur Geburt, Taufe, Konfirmation, Andachten, Gottesdiensten, Hochzeiten, Tod. Mit dieser Vielfalt unterscheiden sie sich von den Sirenen. Wenn man die hört, dann steigen selten gute Gedanken auf“, so der Künstler.
Angesichts einer „nie dagewesenen Aufrüstung und Kriegspropaganda“, die ihn überflute und zur Verzweiflung treibe und gegen die auch „Medienfasten“ nicht helfe, habe er in seinem obigen Aushang-Bild von der Glocke eine Friedenstaube platziert. „In geselliger Runde und bei hoffentlich angenehmen Wetter vergisst man nicht die Nöte der Zeit, doch es schafft auch ein Lächeln in die Herzen“, blickt Gerhard Schneider auf das bevorstehende Fest.
