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Fußball, Mecklenburg-Strelitz, Oberliga Nord, SC Staaken, Spielbericht, TSG Neustrelitz

Unsere Neustrelitzer TSG-Fußballer sind in der Oberliga Nord am heutigen Nachmittag im heimischen Parkstadion vor rund 350 Zuschauern gegen den SC Staaken 1919 über ein 4:4 (3:2) nicht hinausgekommen. Anders formuliert, sind sie mit einem blauen Auge davongekommen, denn den Ausgleichstreffer erzielten sie erst in der 90. Minute, also kurz vor Toresschluss. Durch die Punkteteilung büßen die Residenzstadtkicker einen Tabellenrang ein und sind jetzt Neunte.
Bereits in der 7. Minute markierte Tom Kliefoth das 1:0 für die Gastgeber. Nach einer TSG-Flanke behindern sich die Staakener einschließlich Keeper gegenseitig, und der Neustrelitzer hämmert das Leder in die Maschen. Drei Minuten später verhindert Dennis Ladwig nach einem Fehler von TSG-Schlussmann Miguel da Silva Telinhos, der heute einen rabenschwarzen Tag erwischte, den Ausgleich auf der Linie. In der 17. Minute gibt es nach einem völlig unnötigen Foul Freistoß für die Berliner an der Strafraumgrenze. Die TSG-Mauer steht nicht richtig, und Nino Lessel trifft unten links ins Gehäuse.
Justus Guth mit einem sehenswerten Treffer
In der 23. Minute ist es Kapitän Ferris Freiwald, der die Staakener sogar in Vorhand bringt. Ein sehenswerter langer Pass bringt den Ball hinter die Neustrelitzer Abwehr, wird mustergültig angenommen, noch mal abgelegt und völlig freistehend eingenetzt. Nun ist wieder die TSG gefordert. In der 28. Minute Freistoß, das Leder landet über Zwischenstationen bei Justus Guth, und der zieht an Grenze zum Sechzehner aus der Drehung ab. Ein feines Tor!
In der 34. Minute ist es erneut Tom Kliefoth, der seine Mannschaft nach einer Ecke per Kopf nach vorn bringt. Die TSG Neustrelitz für ihre Druckphase belohnt. Kevin Akogo hat noch einen Riesen vor dem Pausenpfiff auf dem Schuh, aber der Staakener Torwart Lukas Hesse kann den Ball über die Latte lenken. Kurz darauf bejubeln Neustrelitzer Spieler und Fans das vermeintliche 4:2. Schiedsrichter Jakob Scheibner erkennt allerdings auf Torwartbehinderung.
Gäste kommen besser aus der Kabine
Zweite Halbzeit, die Staakener kommen besser aus der Kabine und es wird deutlich, dass das Spiel noch lange nicht entschieden ist. TSG-Kapitän Nils Röth muss an der Hüfte verletzt ausscheiden, von dieser Stelle gute Besserung für den Abwehrrecken. Für ihn kommt Gabriel Ziegler in der 57. Minute. Nach zwei Großchancen über gutes Kombinationsspiel für sein Team verwandelt wieder Freiwald in der 59. Minute eine flache Eingabe zum 3:3.
Nun erarbeiten sich auch die Platzbesitzer wieder Chancen, sind aber im Abschluss nicht präzise genug. Coach Thomas Franke holt Anton Peters und Manuel Härtel vom Platz und ersetzt sie durch Nick Höfer und Jeremiah Dosi. Offener Schlagabtausch jetzt auf beiden Seiten, die TSG wieder druckvoller. In der 81. Minute dann Strafstoß für die Gäste, David Koschnik lässt sich nicht lange bitten und dem TSG-Keeper keine Chance. Hingegen blieben Elfmeterentscheidungen zu Gunsten der TSG zwei Mal aus. Letztlich sorgt Kevin Akogo, der heute extrem viel für das Offensivspiel der Neustrelitzer getan hat, per Kopf zumindest für den einen Zähler.
Coach Franke hadert mit dem Unparteiischen
„Für die Staakener ist das Ergebnis sicherlich bitter, die brauchen jeden Punkt, um da unten herauszukommen“, so TSG-Coach Thomas Franke nach Abpfiff gegenüber Strelitzius. „Für mein Team muss ich mal wieder eine Lanze brechen. Die Jungs sind nicht so gut in die zweite Hälfte gekommen, haben zwei Tore kassiert, sich aber wieder herausgezogen, sich gewehrt und letztlich noch das 4:4 gemacht. Damit können wir leben, auch wenn wir natürlich eigentlich gewinnen wollten.“ Nicht leben kann der Trainer mit etlichen Unparteiischen in der Liga. Die würden immer schlechter. „Ich mag ja nerven, aber ich will einfach eine klare Linie. Jede Foulsituation wird anders bewertet, und das ist auch schwer für die Spieler. Wahnsinn, einfach katastrophal!“
Das letzte Wort heute hat Vorstandsmitglied und Ex-Präsident Hauke Runge: „Das Spiel war leider sehr zerfahren. Unser Torwart war heute kein Rückhalt für die Mannschaft, an dreien der vier Gegentore hat er durch eklatante Fehler eine Aktie. Ich freue mich, dass wir wiedergekommen sind, aber eine Belohnung war das Unentschieden nicht.“
Am kommenden Sonntag, den 11. Mai, tritt die TSG Neustrelitz bei Sparta Lichtenberg (6.) an. Die Berliner haben heute beim Schlusslicht Rostocker FC 2:0 gewonnen.




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