Am 9. November wird um 18.57 Uhr zur Premiere des Liederabends ALS ICH FORTGING …eingeladen. Zum 75. Jahrestag der DDR und zum 35. Jahrestag des Mauerfalls erklingen Lieder und Schlager aus einem versunkenen Land. Ein musikalisches Erinnern zwischen Sehnsucht und Melancholie mit Humor und vielleicht auch ein bisschen Wehmut.
MEHR MEER ODER UNDINE GEHT ist ein literarischer Liederabend im Schauspielhaus Neubrandenburg betitelt. Agnes Mann und Johannes Winde besingen am Freitag, den 1. November, um 19.30 Uhr in einer Bachmann-Adaption die Liebe und das Meer. Die Verschmelzung von Ingeborg Bachmanns Erzählung „Undine geht“ mit Liedern rund um die Liebe und das Meer könnte gelungener nicht sein. Denn der Gesang ist allen Wasserfrauen – Sirenen, Nixen, Nymphen, Melusinen und der schaumgeborenen Venus – eigen. Auch steigt in dieser Adaption die Undine aus der Havel und begegnet einem Seemann – bitter vor Sehnsucht und zugleich voller Hoffnung. Mit Liedern von Freddy Quinn, Rio Reiser, France Gall, Nina Hagen, Element of Crime und Hans Albers.
Lieder vom Leben unter dem Titel „Ein jegliches hat seine Zeit“ erklingen am 11. Oktober um 19.30 Uhr im Neubrandenburger Schauspielhaus. Die Schauspielerin Barbara Schnitzler wird vom Pianisten Nikolai Orloff am Piano bei diesem ganz besonderen Liederabend begleitet.
Der Lauf der Zeit steht auf dem Programm, Lieder und Gedanken zu dem, was uns alle begleitet. „Was also ist Zeit?“, fragte der Heilige Augustinus. „Wenn niemand mich danach fragt, weiß ich es. Will ich’s einem Fragenden erklären, weiß ich’s nicht.“
Die Künstler suchen Antwort u. a. bei Herman van Veen, Hanns Eisler, Max Raabe, Robert Schumann, Helge Schneider, Rainald Grebe und den Puhdys sowie in Texten von Erich Kästner, Bertolt Brecht, Mascha Kaléko, Hilde Domin und Reiner Kunze.
TICKETS:
Kartenwünsche werden gern entgegen genommen unter 0395 569 98 32 und 03981 20 64 00 oder Ticket einfach online buchen unter https://tog.de.
Mit Domenico Müllensiefens preisgekröntem Roman „Aus unseren Feuern“ kommt eine der wichtigsten neuen ostdeutschen Stimmen erstmals auf eine Theaterbühne. Schauspieldirektor Maik Priebe hat den Stoff für die Bühne bearbeitet, seine Inszenierung feiert am Samstag, 28. September, im Schauspielhaus Neubrandenburg Premiere.
Sie sind jung und sie sind müde, sie sind wütend, sie rauchen. Doch sie leben im Jetzt. Aber bevor Heiko, Thomas und Karsten vor Langeweile sterben, legen sie lieber Feuer. Der eine soll den elterlichen Schlachthof übernehmen, der andere will nach Amerika auswandern. Der Dritte, Heiko, muss in dunklen Gängen Kabel verlegen und saufen lernen. Als er Jana trifft, verliebt er sich in sie. Doch das Glück kommt einfach nicht näher, und Heiko wird Bestatter. Eines Tages wird er an eine Unfallstelle gerufen und dann fängt seine Geschichte noch einmal von vorn an. Ein grandioser Arbeiter- und Nachwenderoman über drei Freunde, die ihre Herkunft nicht als Urteil und ihre Klasse nicht als Schicksal hinnehmen wollen.
Hier Zutaten für eine große Portion Glücklichsein: ein milder Sommerabend auf dem Neustrelitzer Theatervorplatz, fünf Schauspielerinnen in unzähligen Kostümen und dazu eine rasante und hochmusikalische Komödie. Nach 2023 entwickelt sich STOLZ UND VORURTEIL* (*ODER SO) auch in diesem Jahr zu einem absoluten Sommerhit. Gespielt wird noch bis zum 21. September.
Was für ein Auftakt in die neue Spielzeit 24/25! Und genau aus diesem Anlass lädt die Theater und Orchester GmbH nun ein: zum TAG DER OFFENEN TÜR. Am 14. September im Schauspielhaus Neubrandenburg und am 15. September im Landestheater Neustrelitz gibt es eine große Spielzeitshow mit musikalischen Ausschnitten, Szenen und Liedern kommender Premieren, eine Chorprobe mit Publikum und Technikshow. Dazu noch ein buntes Familienprogramm mit Kaffee und Kuchen, Kinderschminken, Märchenlesung und vielem mehr. Der Eintritt ist selbstverständlich kostenfrei. Vorbeischauen lohnt sich!
Schon in der Woche darauf folgt das erste musikalische Highlight. Das 1. PHILHARMONISCHE KONZERT der Neubrandenburger Philharmonie präsentiert in der Konzertkirche zum 200. Geburtstag von Anton Bruckner eben jenes Werk, das den Komponisten berühmt machte: seine „Siebente Sinfonie“. Anschließend übernehmen vier Hornisten vom Deutschen Symphonie-Orchester Berlin die virtuosen Solopartien von Robert Schumanns „Konzertstück für 4 Hörner und großes Orchester“. Ein Festschmaus für die Ohren.
Der September hält noch mehr Premieren parat. DIE GESCHICHTE VOM BAUM erzählt vom Schatz einer Eberesche und läuft ab dem 27. September auf der Probebühne des Landestheaters Neustrelitz. Ein wundervolles Märchen für die ganze Familie. Und mit der Uraufführung von Domenico Müllensiefens preisgekröntem Roman AUS UNSEREN FEUERN kommt dann eine der wichtigsten neuen ostdeutschen Stimmen erstmals auf eine Theaterbühne. Ab 28. September im Schauspielhaus Neubrandenburg.
Den kompletten Spielplan gibt es hier und immer bei mir im Blog außen bzw. unten. Tickets gibt es online hier oder bei den Theaterservice-Stellen in Neubrandenburg und Neustrelitz.
Während Schülerinnen und Schüler ihre Sommerferien genießen, stehen in den Schulen in Neubrandenburg viele Baumaßnahmen an. Denn die Sommerferien werden regelmäßig für notwendige Instandsetzungsarbeiten und Schönheitsreparaturen an den kommunalen Schulen genutzt. In diesem Jahr werden insbesondere Putz- und Malerarbeiten sowie Bodenbelagsarbeiten umgesetzt. Auch Fenster- und Türanlagen wurden erneuert sowie Außenanlagen, wie Spielflächen, repariert. Dafür investiert die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg jährlich rund 180.000 Euro.
Überblick über die Arbeiten
Schule
Maßnahme
Grundschule Nord
Malerarbeiten, Neu-Verputzen der Außenfassade im Eingangsbereich
Grundschule Datzeberg
Erneuerung Fußbodenbelag
Grundschule West
Malerarbeiten, Erneuerung bzw. Reparatur von Fensteranlagen, Erneuerung von Lamellenvorhängen
Grundschule Süd
Malerarbeiten, Erneuerung von Lamellenvorhängen, Reparatur von Fenstern, Einbau neuer Türen in ausgewählten Räumen, Reparatur von Spielflächen im Außenbereich
Grundschule Mitte
Malerarbeiten, Sanierung der Kellerwand, Reparatur von Fenstern
Grundschule Ost
Erneuerung Teppichböden in ausgewählten Räumen, Reparatur von Türen
Regionale Schule Nord
Malerarbeiten, Wegweisung im Gebäude
Regionale Schule Mitte
Malerarbeiten, Reparatur von Türen, Hoflaternen
Regionale Schule Ost
Malerarbeiten, Reparaturarbeiten in der Kantine und im WC-Bereich
Sanierung am Schauspielhaus
Auch am Schauspielhaus wurde gearbeitet. Die spielfreie Zeit wurde genutzt, um Mecklenburg-Vorpommerns ältestes erhaltenes Theater instand zu setzen: In den vergangenen Wochen wurde die Fassade des Grevehauses saniert. Zudem wurde das Eingangspodest erneuert. Insgesamt wurden hier circa 60.000 Euro investiert.
Josefin Ristau in der Paraderolle als Sally Bowles mit den Kit-Kat-Girls. Fotos: Matthias Horn
Selten ist es mir nach einem Theaterbesuch schwerer gefallen, das Erlebte in Worte zu kleiden. Das musste sacken, wollte verarbeitet werden. Natürlich, das 1966 in New York uraufgeführte Stück (Musik John Kander, Liedtexte Fred Ebb und Buch Joe Masteroff) ist weltberühmt, aber es will auch erst einmal so unter die Haut gehend auf die Bühne gebracht werden. Mit dem Musical „Cabaret“, gestern im Neubrandenburger Schauspielhaus besucht, ist der Theater und Orchester GmbH eine herausragende Produktion gelungen. Das steht schon mal zu Protokoll.
Die Inszenierung stammt von Schauspieldirektor Maik Priebe. Als Nachtclubsängerin Sally Bowles brilliert mit enormer Leidenschaft Josefin Ristau. Die spielt sich die Seele aus dem Leib! Noah Alexander Wolf ist als Conférencier umwerfend, allein seine Mimik brennt sich schon ein. Robert Will gibt äußerst beeindruckend den Amerikaner Clifford Bradshaw. Marion Martienzen als Fräulein Schneider und Thomas Pötzsch als Herr Schultz spielen das tragische Paar herzergreifend. Und da wären noch Lisa Scheibner als Fräulein Kost und Florian Rast als Ernst Ludwig, die ihre Rollen sehr glaubhaft ausfüllen. Eine feine Leistung aller Mimen, auch gesanglich sehr passabel und von der mitten im Saal platzierten Band unter Leitung von Thomas Möckel großartig begleitet. Nicht zu vergessen die Kit-Kat-Girls. Wer sich unter dem Begriff „Hupfdohlen“ nichts vorstellen kann, muss sie tanzen gesehen haben. Herrlich!
Geil gespielt:Lisa Scheibner (Känguru), Dirk Schmidt (Souffleur), Robert Will (Kleinkünstler, von links).Foto: Birgit Kaulfuß
Unsere Theater und Orchester GmbH führt aktuell eine Publikumsbefragung durch, der sich auch die Holde und meine Wenigkeit heute Abend vor der Aufführung der „Känguru-Chroniken“ von Marc Uwe Kling am Landestheater gestellt haben. Bei der Frage nach dem schönsten und nach dem schlimmsten Theatererlebnis musste ich allerdings passen. Trotz meiner Vergangenheit als Journalist in Berlin bin ich auch in Neustrelitz, also hier auf dem flachen Land, als Theatergänger nun schon knapp drei Jahrzehnte verwöhnt worden. Also, kein wirklicher Reinfall war aufzulisten, und positive Erlebnisse hat es so viele gegeben, dass ich auch keine Entscheidung treffen konnte. Entschuldigung also, dass beide Fragen unbeantwortet blieben.
Zurück zu den „Känguru-Chroniken“, auf die ich mächtig gespannt war. Erfolgsliteratur, auch schon verfilmt, für die Bühne adaptieren, das will gekonnt sein. Eike Hannemann hat für die TOG Regie bei dem Hör-Theaterstück geführt und ihre Sache geil gemacht, um mal in den Sprech der Vorlage zu verfallen. Die Akteure sind Robert Will als Kleinkünstler, Lisa Scheibner als Känguru und Dirk Schmidt in gleich acht Rollen. Starke Leistung allesamt. Und unbedingt zu erwähnen Stefanie Esser (Dramaturgie), Birgit Stoessel (Bühne, Kostüme, Videoanimation) und Matthias Herrmann (Sounddesign, musikalische Einstudierung). Zitat Eike Hannemann: „Das Känguru kann uns nicht die Welt erklären. Allerdings glaube ich schon, dass es uns allen guttut, die eigenen Dogmen zu hinterfragen und uns nicht immer ernst zu nehmen, auch wenn die Lage übel ist.“
Das 45-minütige Kinder- und Familienstück „Petty Einweg“ gibt es im April zu exklusiven Eintrittspreisen in Neubrandenburg und Neustrelitz zu sehen. In einer geräumigen Getränkekiste erblickt Petty Einweg das Neonlicht der Welt. Schon bald geht es für sie auf große Reise. Gespannt auf das nächste Ziel, findet sie sich jesoch nach kurzer Zeit zwischen Millionen anderer leerer Flaschen auf einer Müllkippe wieder. Dann wir Petty auch noch ins Meer gespült und von einem Wal verschluckt. .
Im April 2024 gibt es zwei Vorstellungen des normalerweise in Schulen aufgeführten Stückes auf den Probebühnen in Neubrandenburg und Neustrelitz. Und als Ostergeschenk hat die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz eine Überraschung für alle interessierten Kleinen und Großen ab 7 Jahren: für die April-Vorstellungen erhalten alle 50% Rabatt auf den regulären Eintrittspreis.
Dieses Osterangebot kann ab morgen, 30. März, bis zum jeweiligen Vorstellungstag exklusiv in den Theaterservice-Büros erworben werden.
TERMINE
Samstag, 20. April, 15 Uhr, Probenhaus Schauspielhaus Neubrandenburg Samstag, 27. April, 15 Uhr, Probebühne Landestheater Neustrelitz
Unter dem Titel „Lecture Performance DDR“ gibt es am kommenden Sonnabend, den 23. März, um 19.30 Uhr im Schauspielhaus Neubrandenburg eine Lesung mit Jutta Hoffmann, B.K.Tragelehn und Friedrich Dieckmann. Das DDR-Theater war sagenumwoben: Inszenierungen, die nach wenigen Aufführungen doch der Zensur zum Opfer fielen, andere die gar nicht erst das Licht der Welt erblickten. Dann wiederum Aufführungen, die eine derart hohe Vorstellungsanzahl erreichten – trotz oder gerade wegen ihrer politischen Brisanz. TOG-Schauspieldirektor Maik Priebe kuratiert eine lose Reihe zum DDR-Theater, die wichtige, aber auch unbekannte Inszenierungen neu beleuchtet.
1975 spielte Jutta Hoffmann am BE unter der Regie von B.K.Tragelehn und Dramaturg Friedrich Dieckmann (Dramaturgie) die Rolle des Fräulein Julie (August Strindberg). Gemeinsam werden sie am 23. März verschiedene Aspekte der Inszenierung (und der Arbeit am Stück) beleuchten, Auszüge lesen, Zeugnis geben – wie der politische Skandal um die künstlerische Arbeit damals erlebt wurde.