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Martin Henze (40), Landtagsdirektkandidat der Partei DIE LINKE im MV-Wahlkreis 21, Notfallsanitäter und Neustrelitzer Stadtvertreter.

Seit dem Anfang der 1990-er Jahre höre ich, dass wir mehr Güter auf die Schienen bringen müssen, anstatt diese mit 40-Tonnern über die Straßen zu befördern. Dass diese Art der Beförderung eine Belastung für die Infrastruktur im Allgemeinen bedeutet, ist wohl jeder und jedem klar. Jedoch wurden im besagten Zeitraum ca. 5500 Kilometer Gleise stillgelegt, in Neustrelitz zuletzt die Südbahn.

Durch die Nähe zur Landesgrenze zu Brandenburg benötigen wir einen zeitnahen Anschluss an den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Hierdurch würden sich folglich der Individualverkehr verringern und die Infrastruktur entlastet werden. Im Öffentlichen Personennahverkehr muss das Rufbussystem weiter ausgebaut werden, da sich der ÖPNV derzeit beinahe ausschließlich nur auf den Schülerverkehr konzentriert.

Jedoch müssen auch die Menschen bedacht werden, die nicht oder nur sehr eingeschränkt selbst mobil sind. Es muss ein landesweiter Verbundtarif angestrebt werden. Auch das bisher vorhandene „Azubi-Ticket“ sollte – zumindest schrittweise – kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Unsere Radwege befinden sich teilweise in einem desolaten Zustand. Sie führen an Gemeinden vorbei anstatt sie anzusteuern oder verlaufen ins Nichts. Aktuell ist dies sehr gut am Radweg von Feldberg nach Möllenbeck zu sehen, der nach seiner Fertigstellung für ca. fünf Millionen Euro lediglich die beiden genannten Orte miteinander verbindet, aber alle anderen „links“ liegen lässt. Hier bedarf es eines – auch überregionalen – Lückenschlusses sowie eines Instandhaltungsprogramms, um auch den sanften Tourismus weiter auszubauen und damit anzukurbeln.