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Martin Henze (40), Landtagsdirektkandidat der Partei DIE LINKE im MV-Wahlkreis 21, Notfallsanitäter und Neustrelitzer Stadtvertreter.

Als 3. Landesvorsitzender des Imker Mecklenburg-Vorpommern e.V. liegt mir die regionale Entwicklung, Vermarktung und Wertschöpfung sehr am Herzen. Es gilt, die Regionalität zu stärken und auszubauen, damit wir uns nicht noch abhängiger von der Weltwirtschaft machen. Es dürfen sich bei uns, wie in der jüngeren Vergangenheit geschehen, keine negativen Auswirkungen auf die Lieferketten bemerkbar machen, nur weil ein Containerschiff im Suezkanal steckenbleibt. Durch lokal produzierte Erzeugnisse jeglicher Art wird der Grad der Selbstversorgung erhöht, die CO2-Emission durch kürzere Transportwege merklich gesenkt und nicht zuletzt werden Arbeitsplätze erhalten und auch neu geschaffen.

Als aktuellstes Beispiel sei der Honig- und Regionalmarkt am 21. August dieses Jahres am Neustrelitzer Stadthafen zu nennen (der Strelitzius-Blog berichtete). Dort haben lokale Produzenten ihre Waren den vielen Besuchern angeboten und nähergebracht. Und nicht wenige – vom Schäfer über den Bio-Bauern, den Drechsler, den Töpfer, die Imker sowie auch die Gin-Destillierer – mussten bereits vor offiziellem Ende des Marktes ihre Zelte abbrechen, weil schlichtweg alle angebotenen Produkte ausverkauft waren. Dieser Markt hat gezeigt, dass jede/r ihr/sein Handwerk versteht, greifbar ist und im Zweifelsfall für sich und seine Angebote geradestehen kann.

Es werden eine örtliche Kulturlandschaft gepflegt, eine nachhaltige Entwicklung der eigenen Region gefördert, und unser aller Geld fließt nicht in die Ballungsräume südlich der Elbe ab. Beim Groß- und Einzelhandel hingegen ist dies nicht der Fall. Dort wird mit Kampfpreisen gearbeitet. Dies lässt den Produzenten wiederum kaum Luft zum Atmen und zwingt diese in die Massenproduktion.

Ich erhoffe mir ein Umdenken bei vielen Verbrauchern. Und das meine Hoffnung nicht vergebens ist, zeigen eben Beispiele wie das des Regionalmarktes in Neustrelitz auf. Ich setze mich persönlich für die Erweiterung der regionalen Produktpalette und unsere regionalen Produzenten ein. Die Ressourcen unserer Erde sind nur begrenzt vorhanden. Sie müssen daher schonend und effizient genutzt und eingesetzt werden, um sie möglichst lange zu erhalten. Das sind wir unseren Kindern schuldig.