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Die kleine Pause hatten sich die Mannen bei sommerlichen Temperaturen verdient. Foto: Förderverein Residenzschloss Mirow

Das Projekt „kultur-bühne-mirow“ startet am kommenden Dienstag, 21. Juli, am Unteren Schloss in der Rotdornstraße. An diesem Wochenende ist die Bühne mit vereinten Kräften der Neubrandenburge Firma Ton und Licht und der Freiwilligen Feuerwehr Mirow aufgebaut worden.

Anlässlich des 100. Stadtjubiläums sollte 2020 für Mirow ein buntes kulturelles Jahr werden. Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen entfallen fast alle Veranstaltungen, besonders die in geschlossenen Räumen. Auch das traditionelle Inselfest ist getrichen. Eine Situation, die für die zahlreichen touristischen Gäste, aber auch für die Einheimischen ungewohnt ist, da es ansonsten in der Saison viele kulturelle Angebote gibt. Das Projekt „kultur-bühne-mirow“ reagiert auf diese Situation, wie Bürgermeister Henry Tesch erklärte.

Die Bühne auf der Wiese Richtung See soll für verschiedene Aufführungen zur Verfügung stehen. Hinsichtlich der hygienischen Anforderungen gewährleistet das Areal die Einhaltung aller geltenden Vorschriften, einschließlich der Möglichkeiten der Wegeführung. Die Bühne wird bis Anfang Oktober stehen bleiben. Nur die Technik muss je nach Veranstaltung installiert werden. Die Veranstalter sind jeweils Nutzer der Bühne.

Wie Henry Tesch hervorhob, leistet die Stadt Mirow hiermit auch einen wirtschaftlichen Beitrag. Künstlerinnen und Künstler, die gesamte Kulturbranche, hatten und haben während der Corona-Krise kaum Möglichkeiten, ihren Unterhalt zu verdienen. In diesem Rahmen werden sie hier eine Plattform erhalten. Am Dienstag startet das Projekt „kultur-bühne-mirow“ um 17 Uhr mit dem Puppenspieler Christian Bahrmann (Strelitzius berichtete) und dem Stück „Kasper und der Teufel“.

„Das Projekt ist eine kulturelle Bereicherung, um Gästen und Einwohnerinnen und Einwohnern ein kleines Stück Normalität neben Corona zu ermöglichen. Jede und jeder kann sich bei uns melden, wenn er eine Veranstaltung für die ‚kultur-bühne-mirow‘ plant, vorschlägt bzw. vermitteln möchte. Von Konzerten, über Lesungen, Kino und weitere Ideen kann die Palette reichen“, sagte der Bürgermeister. So gebe es bereits neben den beiden Puppenspiel-Terminen am 21. Juli und am 4. August die Zusage für Veranstaltungen während der 1. Literaturtage im August sowie die Idee für den 1. Mirow-Markt am 2./ 3. Oktober am und im Unteren Schloss. Eine Internetseite ist in Vorbereitung.

Die Stadt stellt jeweils die Bühne und das Gelände kostenfrei zur Verfügung.
Veranstalter und Initiativen können Veranstaltungen mit und ohne Eintritt planen. Gäste sollten möglichst Sitzgelegenheiten mitbringen. Sichergestellt werden muss jeweils, dass die Inhaber von Kurkarten ermäßigt bzw. kostenfrei die Veranstaltungen nutzen können. Veranstalter melden sich im Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte, Sekretariat, unter 039833 28035.

Das Stadtoberhaupt bedankte sich beim Residenzschlossverein Mirow als Impulsgeber für dieses Projekt sowie bei allen Unterstützern und Helfern, insbesondere beim Landkreis Mecklenburgische-Seenplatte. „Wer das Projekt unterstützen möchte mit Spenden, weiteren Hilfsangeboten und Ideen, kann sich jederzeit an uns wenden.“ Die „kultur-bühne-mirow“ ist ein Projekt der Stadt Mirow in Zusammenarbeit mit der Wobau Mirow, der Touristik GmbH Kleinseenplatte, dem Residenzschlossverein, dem Schloss Mirow, den Schmitt‘s aus Mirow, der Feuerwehr Mirow, dem Feuerwehrmusikzug Mirow, dem „Männerchor 1848“ e.V., dem Förderverein Diemitz, dem Puppentheater „DIE MIEZe“, dem Leussower Dorfverein, dem Posaunenchor der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Mirow und sicherlich noch vieler weiterer Akteure, die sehr gern einbezogen werden.