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Djibril N’Diaye (rechts) erzielt per Kopf das 1:0. Links Nils Röth, in der Mitte Boris Hass.

Gute Laune im Neustrelitzer Parkstadion: Die gastgebenden Oberliga-Fußballer der TSG Neustrelitz schlagen Blau Weiß 1890 Berlin mit 2:1 (0:0) und schieben sich durch den Dreier wieder auf den 5. Tabellenrang vor. Die Tore für die Elf von Coach Tomasz Grzegorczyk schossen Djibril N’Diaye (62.) und Maciej Liskiewicz (74.), den verdienten Anschlusstreffer der Gäste besorgte Fynn Johannes Rocktäschel (78).

Zehn Minuten in der ersten Halbzeit brauchten die Platzherren, um sich eine Feldüberlegenheit zu erspielen. Chancen von Djibril N’Diaye und Nick Stövesand, der wieder viel für das Offensivspiel der Neustrelitzer tat und ein Tor mehr als verdient hätte, konnten aber nicht in Treffer umgemünzt werden. Auch die Gäste ließen zwei Großchancen liegen, TSG-Keeper Pavel Petkov hatte Gelegenheit sich auszuzeichnen. Zum Ende der ersten Hälfte schlief das Spiel ein, und Langeweile machten sich auf den Rängen breit.

Maciej Liskiewicz hat das 2:0 markiert.

Blau Weiß Berlin kam besser aus der Kabine und legte wie die Feuerwehr los. Das ließ sich die TSG nicht lange gefallen und holte sich die Spielhoheit zurück. Dennoch dauerte es bis zur 62. Minute, ehe nach schnellem Konter „Dieter“ eine Flanke von Pascal Schölzke, der wieder ein gutes Spiel machte, per Kopf zur Führung verwertete. Kurz darauf verpasste Nils Röth nur knapp den Berliner Kasten. In der 74. Minute markierte der lange Maciej Liskiewicz nach Freistoß per Kopf das 2:0, fast eine Kopie des 1:0.

Doch die Hauptstädter steckten nicht auf. Nach einem Freistoß in der 78. Minute kann Pavel Petkov den ersten Flachschuss auf sein Gehäuse noch mit den Fingerspitzen ablenken, gegen den Nachschuss aus unübersichtlicher Situation ist er dann aber machtlos. Damit hatten die Gäste aber auch ihr Pulver verschossen.

TSG-Trainer Tomasz Grzegorczyk machte im Gespräch mit Strelitzius ganz auf cool. Das sei eben Fußball, sagte er auf meine Bemerkung, dass die Schlussoffensive der Gäste doch einigermaßen Nerven gekostet hätte. „Wuir haben 90 Minuten lang gefightet und deshalb auch verdient die drei Punkte geholt. Natürlich gab es auch Phasen, in denen die Berliner uns das Leben schwer gemacht haben, aber da haben wir uns erfolgreich wieder herausgezogen.“

Noch kürzer machte es TSG-Präsident Hauke Runge: „Es war ein schweres Spiel und ein verdienter Sieg für unser Team, das einfach mehr investiert hat.“ Es sei offenkundig, dass die Mannschaft jetzt sehr viel offensiver aufgestellt sei. Das letzte Wort heute bekommt Nils Röth von mir. Dem sympathischen Jungen hatte ich beim Gang in die Kabine mein Bedauern ausgedrückt, dass er heute nur knapp am Torschützen vorbeigeschrammt ist. „Zwei Tore mache ich noch in der Rückrunde“, sagte er. Schau’n mer mal, um mit dem Kaiser zu sprechen.

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