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Herzog Georg Borwin und sein Sohn, Erbprinz Georg Alexander, zeichnen Vincent Kokert mit dem Comthurorden des Hauses Mecklenburg-Strelitz aus.

Angesichts des Festaktes zu 100 Jahren Mirower Stadtrecht im Schloss (Strelitzius berichtete) ist der im Anschluss in der Remise stattgefundene 14. Jahresempfang des Amtes Mecklenburgische Kleinseenplatte etwas ins Hintertreffen geraten. Dabei war es eine nicht weniger würdige Veranstaltung, auch wenn der Saal angesichts der vielen Gäste aus den Nähten zu platzen drohte.

Besondere Ehre wurde dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Vincent Kokert zuteil. Herzog Georg Borwin zu Mecklenburg dekorierte den Politiker für seine großen Verdienste um die Restaurierung der Fürstengruft mit dem Orden des Hauses Mecklenburg-Strelitz aus. „Das ist das erste Mal, dass ich ausgezeichnet werde“, so Kokert, „und eigentlich habe ich doch nur Steuergelder besorgt.“ Der Chef des Großherzoglichen Hauses hatte zuvor betont, dass Mirow alle Möglichkeiten der Entwicklung habe und diese noch lange nicht ausgeschöpft seien. Gleichwohl habe sich bereits unglaublich viel getan, sagte der Herzog vor allem mit Blick auf die Schlossinsel.

Vorsteher beglückwünscht Mirow zum Stadtjubiläum

Laura Gust leitet den Männerchor mit großer Souveränität.

Amtsvorsteher Heiko Kruse konnte auch den SPD-Landtagsabgeordneten Andreas Butzki, Vizelandrat Torsten Fritz, die Bürgermeisterkollegen aus Neubrandenburg, Neustrelitz, Mirow, Priepert und Wesenberg, Silvio Witt, Andreas Grund, Henry Tesch, Manfred Giesenberg und Steffen Rißmann, zahlreiche Stadt und Gemeindevertreter sowie Ehrenamtliche begrüßen. Natürlich versäumte es Kruse nicht, noch einmal die Mirower zu ihrem Jubiläum zu beglückwünschen. Der Vorsteher kam nicht mit leeren Händen, er hatte einen „Sack Taler“ dabei, den er dem Männerchor 1848 Mirow überreichte. Das Ensemble unter seiner Leiterin Laura Gust revanchierte sich mit Trinkliedern und stimmte auf den weiteren Abend ein.

Heiko Kruse hob hervor, dass er sich auf die Zusammenarbeit mit allen in diesem Jahr gewählten Abgeordneten freue und dankte den Wahlhelfern. Er würdigte den Einsatz der Feuerwehren in diesem Sommer und informierte über Investitionen in neue Gerätehäuser in Wesenberg und Priepert, wo sich die Feuerwehr das Gebäude am Sportplatz mit der Dorfgemeinschaft teilen wird. Größtes Investitionsprojekt sei, wie an dieser Stelle bereits mehrfach berichtet, die neue Sporthalle in Mirow, bei der Stadt und Amt den Eigenanteil an den Kosten stemmen.

Heiko Kruse bei seiner Ansprache.

Weitere Themen waren die Finanzausstattung durch das Land, die erheblich ins Kontor schlagende Kinderbetreuung, die ab 2020 für die Eltern kostenfrei sein soll, und die heftig umstrittene Kurtaxe. Mirow und Priepert seien hier Vorreiter, er hoffe, so Kruse, dass Wesenberg und Wustrow kurzfristig folgen werden. Der Amtsvorsteher dankte allen Gästen für ihr Engagement. „Ihr Einsatz, Ihre Schaffenskraft machen die Kleinseenplatte bunter, vielfältiger und lebenswerter.“

Im kommenden Jahr dürfte der Jahresempfang des Amtes in Wesenberg stattfinden. Die Woblitzstadt wäre eigentlich bereits in diesem Jahr an der Reihe gewesen, die Entscheidung fiel aber angesichts des Jubiläums zu Gunsten der Nachbarn. In dem Zusammenhang erinnere ich meine Mitbürger daran, dass wir am 20. Oktober noch einmal zur Bürgermeisterwahl in Wesenberg aufgerufen sind. Das amtierende Stadtoberhaupt Steffen Rißmann von der CDU trifft auf den Bewerber der LINKEN Heino Rechlin.