Schlagwörter

, , ,

Dem einen oder anderen Leser meines Blogs wird der Name Jacqeline Majumder noch etwas sagen. Die außergewöhnliche Berliner Polaroid-Künstlerin hatte im Frühjahr vergangenen Jahres eine vielbeachtete Schau in der Mirower Johanniterkirche (Strelitzius berichtete). Seinerzeit hatte sie mir versprochen, mich zu ihrer nächsten Ausstellung einzuladen, und hat Wort gehalten.

Jacqueline Majumder

Meine Holde und meine Wenigkeit sind eben aus dem schönen Zehdenick zurück, das ich für einen Wochenendausflug immer anpreisen kann. Schnellentschlossene kommen auch noch zu einem nicht alltäglichen Kunstgenuss. Bis zum 17. März kann der Besucher in der dortigen Klostergalerie, von Jacqueline Majumder mit Fug und Recht ein Juwel genannt, der Aufforderung „Sehen Sie“ Folge leisten. Neben den verführerischen Polaroids der Künstlerin sind kuriose Collagen von Carsten Schneider zu sehen. Der Berliner, der sich auch als Autor für Hörspiel und Theater einen Namen gemacht hat, nutzt gut abgelagerte Schnipsel aus Tageszeitungen für seine unglaublichen Kunstwerke.

In die Ausstellung eingeführt hat der Fotograf und Lithograf Jan Scheffler. Er stellte heraus, dass Jacqueline Majumder mit ihren Kreationen „von Feuerrot bis Traumesgrün“ der Seele Nahrung verschafft, ungeahnte Empfindungen weckt und Träume visualisiert. Schneider wiederum pflege einen spielerischen Umgang mit der Zeit. Er füge Gelesenes, Vergangenheit zu einem neuen Ganzen im Hier und Jetzt zusammen. Angelehnt an den Titel der Ausstellung, ermunterte Scheffler die Besucher, sich auf die gezeigte Kunst einzulassen.

Besonders beeindruckt hat mich, dass Jacqueline Majumder sich bei der Ausstellungseröffnung auch als begnadete Lyrikerin vorstellte. Sie lädt nicht nur zum tiefen Blick ein, sondern beweist ihn auch. So manchen ihrer Verse, musikalisch am Flügel umrahmt von Vicki Rutschmann-Will, hätte ich gern nach Hause getragen. Danke, liebe Frau Majumder, für die Einladung! Gern wieder. Die Klostergalerie ist mittwochs bis sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Für den 17. März hat Galerist Jörg Zieprig eine Finissage mit den Künstlern angekündigt. Schon jetzt unbedingt zu empfehlen!