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Ich bin am gestrigen Sonnabend im Biergarten der „Blauen Maus“ in Mirow einer gemeinsam vorgetragenen Empfehlung der Wirtsleute Yvonne und Lars Pohlmann zugunsten eines mehrere Stunden im Wasserbad gegarten Stücks edlen Rindes erlegen und war so begeistert von der saftigen Konsistenz des Fleisches, dass ich das kulinarische Erlebnis heute nicht gleich wieder übertünchen wollte. Ergo habe ich der Holden, die noch von dem gegrillten grünen Spargel in der „Maus“ an gartenfrischen Blüten schwärmt, und meiner Wenigkeit ein karges Mahl aufgetischt. Wobei, ein bisschen orientalische Rafinesse hat dem Spinatsüppchen dann nicht geschadet.

500 Gramm TK-Blattspinat auftauen, gut abtropfen und ausdrücken. Zwei Zwiebeln würfeln und in Olivenöl glasig anschwitzen. Dazu kommen eine rote Chilischote, in Ringe geschnitten, samt Kernen, und zwei dazugepresste Knobizehen. 50 Gramm Schinkenwürfel können unorientalisch teilnehmen, bei mir schon, müssen aber nicht. Nun wandert der Spinat in den Topf, ein Teelöffel Kreuzkümmel peppt das Gericht auf. Das Ganze mit einem Liter heißer Gemüsebrühe aufgießen und zugedeckt zehn Minuten sanft köcheln lassen.

Unterdessen fünf Esslöffel Olivenöl mit einem Päckchen Zitronenschale mischen, ein halbes Fladenbrot in Scheiben schneiden und die mit dem Zitrusöl bepinseln. Ofen auf 220 Grad heizen und die Brotscheiben zehn Minuten lang backen. Die Suppe wird noch mit 200 Millilitern 3,5-prozentigem Naturjoghurt und einem Esslöffel Mehl angereichert, erneut aufgekocht und nach fünf Minuten schwacher Hitze auf den Tisch gebracht. Dazu die goldgelben Brotscheiben reichen. Passt!

Die „Blaue Maus“ von der malerischen Hofseite: Für die lauen Sommerabende unbedingt zu empfehlen. Foto: Pohlmann