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Lincoln Assinouko versenkt den Ball zum 2:0.

Der Torschütze nimmt die Gratulation der Fans entgegen.

Fabio Abbruzzese mit einer der vielen Torchancen in der zweiten Hälfte.

Mit einer starken Leistung in der zweiten Halbzeit besiegt die TSG Neustrelitz in der Regionalliga Nordost im heimischen Parkstadion den FSV Luckenwalde mit 2:0 (1:0). Erntete die Elf von Trainer Tomasz Grzegorczyk in der ersten Hälfte Pfiffe von den Rängen, so heimste sie nach dem Seitenwechsel jede Menge Applaus von den rund 400 Zuschauern ein. Da erspielte sich unsere Mannschaft Torchance auf Torchance, aber lediglich Lincoln Assinouko brachte in der 48. Minute per Kopf den Ball in die Maschen. Zuvor hatte sich George Kelbel mustergültig links durchgesetzt und den Ball passgenau geflankt.

Kelbel selbst hatte in der zweiten Hälfte vor dem leeren Luckenwalder Tor einen Riesen auf dem Schuh, ließ den hereingespielten Ball aber durch die Füße rutschen. Trotzdem verdiente sich Kelbel heute einmal mehr Bestnoten. Das 1:0 fiel kurios per Eigentor bereits in der 12. Minute. Der Luckenwalder Prosper Christopher Luhaka wollte per Kopf zu seinem Keeper geben, der aber inzwischen herausgelaufen und damit gar nicht mehr hinter ihm war.

Trotz des Sieges und der drei Punkte muss noch ein kritisches Wort zur Leistung der Residenzstadtkicker in den ersten 45 Minuten verloren werden. Die Mannschaft spielte durchweg, als hätte sie Blei in den Beinen. Kein Zug zum Tor, kaum gewonnene Zweikämpfe, während die Luckenwalder nicht wie der Tabellenletzte und Absteiger aufspielten. Die standen mit gerade sieben Zählern auf dem Konto sichtlich nicht mehr unter Druck.

Verstehen sich super: Tomasz Grzegorczyk und sein Vize Robert Gerhardt.

Ich habe mich nach der Partie Tomasz Grzegorczyk als Strelitzius vorgestellt und ihn gefragt, ob er die Jungs zu hart im Training herangenommen hat. „Es sind die englischen Wochen, die ganz schön schlauchen“, so der neue Coach. „Aber mein Team hat in den zweiten 45 Minuten Charakter gezeigt.“ Das sah auch TSG-Präsident Hauke Runge so. „Unsere Mannschaft hat am Ende verdient gewonnen, auch wenn die erste Hälfte eine zutiefst verunsicherte Truppe zeigte. Von den Chancen her war natürlich ein ganz anderes Ergebnis drin.“

Manchmal geht es mit dem Teufel zu. Leider haben auch die Mannschaften unmittelbar vor der TSG an diesem Wochenende alle gewonnen, es bleiben unverändert neun Punkte auf einen sicheren Nichtabstiegsplatz. Am Mittwochabend müssen die Neustrelitzer beim Tabellendritten Wacker Nordhausen antreten. Unser Tabellennachbar Chemie Leipzig hat das Spiel David gegen Goliath heute vorgemacht und den Zweiten BFC Dynamo 1:0 besiegt! Man liest sich am Mittwochabend hier im Blog!

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