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Etwa 50 Teilnehmer haben am Freitagnachmittag auf der Mirower Liebesinsel des 100. Todestages des letzten Großherzogs von Mecklenburg-Strelitz Adolf Friedrich VI. gedacht. Pfarrer Christian Brodowski hielt die Andacht zum Thema des Grabspruches „Gott ist die Liebe“ und Herzogin Olga zu Mecklenburg dankte im Namen ihres Hauses für die große Anteilnahme. Ein Trompeter begleitete die Veranstaltung mit den Stücken „Näher mein Gott zu Dir“ und „The last rose of summer“. 35 rote für jedes Lebensjahr und eine weiße Rose für das Sterbejahr wurden auf der letzten Ruhestätte niedergelegt. Nach dem Vaterunser zogen die Teilnehmer unter dem Geläut der Glocken der Johanniterkirche wieder von der Insel. An der Zeremonie nahmen auch Karlo Schmettau, Bürgermeister von Mirow, und sein 1. Stellvertreter Henry Tesch, Vorsitzender des Residenzschlossvereins Mirow, teil.

Im Anschluss erhielt Herzogin Olga aus den Händen von Pfarrer Brodowski den Schlüssel zur unteren Gruft unter der Kirche, die bereits aufwändig saniert worden ist. Der Geistliche bedankte sich für das Engagement von Land und Stadt Mirow. Herzogin Olga hob besonders die Verdienste des CDU-Landtagsabgeordneten und Fraktionschefs Vincent Kokert bei der Bereitstellung der Mittel und von Andreas und Regina Ströbl durch ihren archäologischen Einsatz in der Gruft hervor. Kokert kündigte an, dass das Land die weiteren Maßnahmen in der Fürstengruft mit zwei Mal 175 000 Euro in den Jahren 2018 und 2019 finanzieren wird.

Sterbliche Überreste zugeordnet

Wie mir Dr. Rajko Lippert, Vorsitzender des Vereins Kulturgut Mecklenburg-Strelitz, mitteilte, schreitet die Identifizierung der hier Bestatteten voran. Nach bisherigen Erkenntnissen der Untersuchungen an den Universitäten Greifswald und Göttingen wurden sterbliche Überreste der beiden Töchter Adolf Friedrich III. und Dorothea Sophie ermittelt. Die jüngste Tochter starb vermutlich an den Folgen des Schlossbrandes 1712 in Strelitz.

Eine bei der Untersuchung der Särge gefundene Frau ist vermutlich die Großmutter der Königin Sophie Charlotte, Herzogin Emilie, und damit die direkte Vorfahrin aller heutigen europäischen Könige. Es war eines der wichtigsten Anliegen des Projekts, den Toten ihre Namen wieder zu geben.

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