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Freizeit, Kultur, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz, Religion, Sprache
Der Verein Deutsche Sprache (VDS) in unserer Region hat sich bei mir nicht gerade beliebt gemacht. Besonders eines seiner Mitglieder im Rang eines „Regionalleiters“ tritt in der Manier eines Großinquisitors auf. So wurde mir unlängst unterstellt, ich versuchte „weltläufig“ zu wirken, wenn ich statt „Veranstaltung“ im steten Bemühen um Synonyme auch mal „Event“ schreibe. Es ist schon reichlich ewiggestrig, wenn ein Besinnen auf Zeiten vor der Erfindung des Internets von mir gefordert wird, zumal ich tagtäglich im Netz unterwegs bin. Den Namen des selbsternannten Zensors lasse ich aus Höflichkeitsgründen mal weg. Man muss mich ja nicht lesen. Dann kann man auch auf nichts „stoßen“.
Nichtsdestotrotz zähle ich mich zu den Streitern für meine Muttersprache und kündige gern eine Veranstaltung an, die der VDS auf die Beine gestellt hat. Mit Dr. Reiner Pogarell hat er einen ausgewiesenen Kenner für einen Vortrag im Hotel Schlossgarten in der Neustrelitzer Tiergartenstraße gewinnen können. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 28. Juni, um 19 Uhr statt. Linguist Pogarell, Vorstandsmitglied im VDS, widmet sich ganz zeitgemäß im Jubiläumsjahr der Reformation dem Thema „Luther und die deutsche Sprache“. Der Eintritt ist frei.
Deutsche Sprache – schwere Sprache. Diesen allzu bekannten Spruch hört man nur zu oft. Aber warum? Meines Erachtens nach liegt es in der Präzision der deutschen Sprache. Die deutsche Sprache verfügt über so viele Möglichkeiten eine bestimmte Sache auszudrücken. Und jede dieser Alternative hat eine leichte unterschiedliche Bedeutungnuance. An sich ist die Sprache ein höchst spannendes und interessantes Phänomen. Aufgrund der stetigen Entwicklung der Sprache bedingt durch kulturelle und gesellschaftliche Einflüsse fallen Wörter weg und neue Wortschöpfungen werden kreiert. Schon immer fasziniert war ich von der sogenannten Jugendsprache… i bims. Ohjee, hoffentlich habe ich es 1) richtig angewandt und 2) beeinträchtigt es nicht die Glaubwürdigkeit meines Kommentars.
Aber wissenschaftlich gesagt geht es im Prinzip bei der Kommunikation um den Austausch von Informationen. Sender übermittelt Information an Empfänger. Ein ganz einfaches Modell zur Erklärung von Kommunikation. Fügen wir dem Modell noch Störquellen hinzu, erkennen wir, dass das Modell immer realitätsgetreuer wird. Denn Missverständnisse oder falsche Interpretation des Gesagten treten in unserem Leben nur allzu oft auf. Stimmts? Schwieriger wird es dann, wenn Sprachen aufeinander treffen, die nicht aus dem gleichen Land kommen. Dann wird es richtig kompliziert. In der Berufswelt, wo man auf internationale Zusammenarbeit beispielsweise angewiesen ist, sind Missverständnisse sehr herausfordernd. Aber aus diesem Grund gibt es auch Übersetzungsbüros, wie das Übersetzungsbüro uebersetzungen-hoiss.at, welche sich zur Aufgabe gemacht haben, in diesem Spannungsfeld zu helfen. Mir kommt das immer sehr gelegen, denn besonders anspruchsvolle Texte (nicht deutsch) müssen trotzdem verstanden werden. Und ich lege hohen Wert darauf, dann die Information von mir so verstanden werden, wie der Sender es gemeint hat.
Aber um der Rede einen Ende zu setzen, möchte ich mich beim Autor recht herzlich für den Artikel bedanken. VG.