Schnitzel2

Als ambitionierter Hobby-Koch finde ich sogenannte „Männer-Kochbücher“ so was von daneben. Sie stempeln mein Geschlecht erstens als fleischfressend ab und zweitens als ohnehin zu blöd für die Küche. Weshalb sich diese Editionen nicht eben auf anspruchsvolle Rezepte verlegen. Gleichwohl habe ich in meiner Sammelwut auch ein paar „Männer-Kochbücher“ im Regal stehen, und verschenkt werden sie ohnehin gern an unsereins. Na ja, simpel muss ja nicht immer schlecht sein. Zumal es ja letztlich darauf ankommt, was man daraus macht. Wie bei Schnitzel Mailänder Art, heute mal für zwei Personen.

Ich habe von der Holden drei Fleischteile besorgen lassen, 500 Gramm TK-Rahm-Blattspinat, drei üppige Tomaten und 200 Gramm Mozzarella. Letzteren hat meine bessere Hälfte mit Basilikum gewürzt erwischt. Wer weniger Glück hat, greift ins Küchenregal nach Getrocknetem oder besorgt sich ein Töpfchen von dem Kraut frisch, was natürlich der Burner ist. Nach langem Wühlen habe ich in der Hausapotheke auch noch eine Flasche Amaretto gefunden, und irgendwo lagen noch Mandelsplitter herum.

Da bin ich ganz Mailänder: Panade, nein danke

Den Spinat unter permanentem Rühren mit schwacher Hitze vom Eise befreien und mit einem Schuss Milch anreichern. Die nackten Schnitzel von beiden Seiten gesalzen und gepfeffert in Öl anbraten. Nichts hier mit Panade, die mögen die Mailänder nicht, und Strelitzius dito. Das Fleisch warm stellen.

Den Spinat in die Pfanne füllen, vorher ausgetretenen Fleischsaft weggießen. Einen Esslöffel Amaretto zugeben, gern auch zwei, und zwei Esslöffel der Mandelsplitter, die ich zuvor kurz angeröstet habe. Aufkochen, mit Salz und Pfeffer würzen, Schnitzel drüber betten und mit gepfefferten Tomatenscheiben und Mozzarella-Scheiben abdecken. Basilikum im Falle des Falles ins Spiel bringen, Deckel auf die Pfanne und den Mozzarella bei schwacher Hitze schmelzen lassen. Dazu Ciabatta oder Bandnudeln. Bella Italia!