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Die Ausbeutung von Rohstoffen in Kolumbien beraubt die dort lebenden Indios ihres Lebensraums.

Die Ausbeutung von Rohstoffen in Kolumbien beraubt die dort lebenden Indios ihres Lebensraums.

„La Buena Vida, das gute Leben“ des deutschen Filmers Jens Schanze hat den Publikumsadler beim 6. Naturfilmfestival „Mensch! Leben!“ in der Neustrelitzer Kachelofenfabrik gewonnen. Die Entscheidung war erst am Sonntagmittag mit der letzten Vorstellung gefallen. Der mit einem Preisgeld von 1000 Euro bedachte Dokumentarfilm stellt das Schicksal einer indigenen Dorfgemeinschaft in Kolumbien in den Mittelpunkt, die wegen des Abbaus von Kohle umgesiedelt wird und in einem völlig zerstörten Ökosystem ohne ausreichendes Wasser um ihr Überleben kämpft.

Den Preis für den besten Kurzfilm, das mit 300 Euro dotierte Adlerei, errang der in Wiesbaden lebende gebürtige Pole Andrzej Klamt. Sein Streifen „Der Hirte seines Glücks“ porträtiert einen Ziegenhirten in Abchasien. Wie mir Ange Goetsch vom Verein für Kultur, Umwelt und Kommunikation Alte Kachelofenfabrik sagte, waren die Veranstalter – Verein und Nationalparkamt Müritz -mit der Resonanz auf das einwöchtige Festivbal zufrieden. „Natürlich geht immer mehr“.

Rund 800 Besucher hatten die Wettbewerbsfilme gesehen. Für die benachbarte Grundschule am Sandberg hatte es drei Sondervorstellungen mit Kinderfilmen gegeben. Auch die Rahmenveranstaltungen seien gut frequentiert gewesen, war zu erfahren. Auf besonderes Interesse stieß der erstmals gezeigte Dokfilm „Waldgeschichten“ zum 25. Jahrestag des Müritz-Nationalparks von Regisseur Pitt Venherm aus Klein Vielen. Der Film lief außerhalb der Konkurrenz.

Wie Anke Goetsch weiter sagte, falle in den nächsten Tagen die Entscheidung über ein 7. Naturfilmfestival. „Der Verein jedenfalls würde die Reihe gern fortsetzen.“