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Filet 157

Noch vor einer Woche habe ich geschrieben, dass mein Blog keine „Kochsendung“ sein soll. Wird er auch nicht, versprochen! Andererseits hat sich eine neue Blogfreundin aus dem Neustrelitzer Stadtteil Zierke in dieser Woche ausgerechnet begeistert von den Rezepten gezeigt, die ich herüberreiche. Also dann auch heute ein Ausflug in die Strelitzius-Küche.

Schweinefilet mit roten Zwiebeln ist ebenso anspruchslos in der Zubereitung wie wohlschmeckend vom Teller. Meisterköche rechnen es eher zur Bistroküche, verachten es aber auf keinen Fall.

500 Gramm rote Zwiebeln, gern auch mehr, in zwei Zentimeter dicke Scheiben schneiden. Drei Schweinefilets (insgesamt ein knappes Kilo) und Rosmarinweige mittels Küchengarn vereinen. Sieht schicker aus, aber Rosmarin in pulverisierter Form tut es auch. Dazu Salz und Pfeffer. Auf jeden Fall Gewürze einmassieren, so haften sie besser. Die Filets im Bräter mit Öl scharf befeuern.

Fleisch heraus, Zwiebeln hinein. Wer es mag, kann auch noch ein paar vorgekochte dünne Kartoffelscheiben die drei Minuten lang mit anbraten. Meine Holde ist ja Kartoffelfeind und sagt immer gern, dass Tüften in den Keller gehören. Wo sie dann auch bleiben könnten. Da sind wir auch nach zwanzig Jahren Ehe verschieden.

Mit 175 Millilitern Portwein und 100 Millilitern Rinderbrühe ablöschen. Filets retour und alles im auf 200 Grad vorgeheizten Ofen mit Ober- und Unterhitze bei geschlossenem Deckel auf der zweiten Schiene von unten 20 Minuten garen. Fleisch wieder herausheben und in Alufolie fünf Minuten ruhen lassen, damit es sich von dem Hitzeschock ein bisschen erholt.

In die Zwiebeln und Kartoffeln gehackte Petersilie und zwei Teelöffel Honig. Übrigens: Wer sich das Bienenprodukt nicht direkt vom Imker kauft, ist selber schuld. Der ist kein Sparfuchs, er geizt am falschen Ende. Das relaxte Filet in Scheiben schneiden und mit dem Gemüse servieren. Strelitzius wünscht eine gesegnete Mahlzeit.