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Während mich wie viele andere Menschen auch die Verschlechterung der deutsch-russischen Beziehungen auf höchster Ebene mit Sorge erfüllt, freut es mich umso mehr, dass an der Basis weiter Normalität herrscht. Es ist einfach gut, dass eine Delegation aus Neustrelitz in die russische Partnerstadt Tschaikowski gereist ist, um dort an den Feierlichkeiten zum 175. Geburtstag des russischen Komponisten Peter Tschaikowski (7.5.1840 – 6.11.1893) teilzunehmen. Das musikalische Genie, das ich in meinem Musikregal nicht missen möchte, ist im benachbarten Wotkinsk geboren worden.

Wie aus dem Neustrelitzer Rathaus zu erfahren war, gehören der Delegation neben Stadtpräsident Christoph Poland (CDU) und weiteren Stadtvertretern auch Musikschüler an, die im Festprogramm musizieren werden. Aus der Neustrelitzer Musikschule kon.centus ist Erik Hackbarth dabei. Der junge Pianist aus Neustrelitz wird unter anderem ein Stück aus den „Jahreszeiten“ von Peter Tschaikowski spielen. Außerdem nehmen die Musikschülerinnen Sara Hajian (Flöte) und Sarah Keck aus der Musikschule Schwäbisch Hall mit musikalischen Beiträgen teil.

Der dreiseitige Kontakt zwischen Neustrelitz und den Neustrelitzer Partnerstädten in Russland und Baden-Württemberg besteht bereits seit einiger Zeit durch gemeinsame Kulturaustausche, unter anderem beim Haller Jugendtheaterfestival. Die Neustrelitzer Delegation wird in Wotkinsk auch den Urenkel des Komponisten treffen.

Mit Tschaikowski im Gebiet Perm (Ural) verbindet Neustrelitz seit 1993 ein Freundschaftsvertrag. Er wurde mit dem Truppenabzug der russischen Streitkräfte aus Neustrelitz geschlossen. Die GUS-Garnison wurde 1993 aus Neustrelitz nach Tschaikowski verlegt, wo aus diesem Grund der Stadtteil Markowski errichtet wurde.
Die Stadt Tschaikowski wurde 1955 gegründet. Anlass war der Bau eines Wasserkraftwerkes an der Kama.